Fachgruppen diskutieren Zukunft der Notfallversorgung

DGINA vertritt bei Klausurtagung der DIVI Standpunkte der Notaufnahmen

Perspektiven und Visionen der Notfallversorgung waren das zentrale Thema der diesjährigen Klausurtagung der DIVI, zu der auch die DGINA eingeladen war. Dabei wurde deutlich, dass die Notfall- und Akutmedizin nur fachübergreifend und über alle Sektoren des Gesundheitswesens hinweg sinnvoll organisiert werden kann. Zu ihrer diesjährigen Klausurtagung am 19. Juni in Hannover lud die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) Vertreter der relevanten Fachgruppen ein, die sich mit der präklinischen und klinischen Notfallmedizin in Deutschland auseinandersetzen. Nach einem gemeinsamen Positionspapier für eine Reform der medizinischen Notfallversorgung in deutschen Notaufnahmen im April war das Treffen in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein weiterer Schritt in Richtung eines konsentierten Vorgehens aller beteiligten Gruppen.


Neben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Notärzte sowie dem Bundesverband der Ärztlichen Leiter der Rettungsdienste war auch die Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) eingeladen. In der Diskussion über die Entwicklung der Notfall- und Akutmedizin in den nächsten Jahren vertritt sie die Positionen der klinischen Notfallversorgung aus Sicht der in Deutschland stark belasteten Notaufnahmen an Krankenhäusern. Damit sind auch die Gesprächsfäden zwischen beiden Seiten wieder aufgenommen, nachdem die DIVI die Notfallgesellschaft im Dezember 2013 aufgrund ihrer Forderung nach einem Facharzt für Notfallmedizin in Deutschland als förderndes Mitglied ausgeschlossen hatte.


In dem gemeinsamen Vorgehen sieht die DGINA einen wichtigen Fortschritt für die zukünftige Gestaltung der Notfallversorgung: »Im Zentrum der Notfallversorgung stehen die Notaufnahmen. Jedes Jahr werden hier allein in Deutschland über 21 Millionen Patienten hochprofessionell und nach anerkannten medizinischen Regeln versorgt«, betonte Prof. Dr. Christoph Dodt als Präsident und Vertreter der Fachgesellschaft bei der Klausurtagung. »Nur wenn alle beteiligten Fachdisziplinen, Gesundheitssektoren und Berufsgruppen eng koordiniert zusammenarbeiten, kann das Optimum für die Patienten erreicht werden.«


Erfolge dieses fachübergreifenden Dialoges seien laut Dodt etwa das gemeinsame Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung, das die Deutsche Krankenhausgesellschaft im Februar gemeinsam mit der DGINA veröffentlicht habe: »Die Ergebnisse ermöglichen erstmals Einblicke in die Patienten- und Leistungsstrukturen deutscher Krankenhäuser. Gleichzeitig leisten sie einen grundlegenden Beitrag für eine nachhaltige Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Notfallversorgung.« Und auch die dreijährige Zusatz-Weiterbildung »Klinische Notfall- und Akutmedizin« der Ärztekammer Berlin sei ein Ergebnis des Austausches der unterschiedlichen Weiterbildungsausschüsse, so der DGINA-Präsident weiter. « zurück zur Übersicht

Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin e.V.

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