DGINA fördert die Diskussion zur fachlichen Weiterentwicklung der Notfallmedizin in den Notaufnahmen
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4. Jahrestagung der DGINA in Weimar
Die DGINA (Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notaufnahme) hielt vom 14. - 17. Oktober 2009 ihre 4. Jahrestagung im Kongresszentrum von Weimar und die Asklepios Klinik Altona war mit 9 Mitarbeitern vor Ort.
Fr. Dr. Hogan in ihrer Funktion als Präsidentin der DGINA hielt die Eröffnungsrede und wies daraufhin, dass die DGINA sich von einer kleinen Gesellschaft inzwischen zu einer ernstzunehmenden Interessenvertretung gemausert hat, man allerdings nicht ruhen dürfte, weiterhin die Ziele der Gesellschaft zu vertreten. Nebst diesem Appell verlieh sie noch ihrer Freude Ausdruck, dass dieses Jahr auch hochkarätige internationale Redner und Vorträge auf der Jahrestagung vorhanden seien.
Aus dem Ärzteteam der Asklepios Klinik Altona waren Fr. Dr. Güssow, Dr. Singh und Dr. Last vertreten.
Fr. Dr. Güssow hielt einen Vortrag über die positiven Erfahrungen der internistischen Notaufnahme mit einem so genannten Kurzliegerbereich, auch Clinical Decision Unitgenannt, in dem Patienten für ein oder zwei Nächte in der Notaufnahme stationäraufgenommen werden.
Dr. Singh referierte über das prämierte "First-View-Konzept" der internistischen Notaufnahme, mit dem ein Kontakt innerhalb der ersten Minuten nach Eintreffen in der Notaufnahme zwischen Patient und Facharzt gewährleistet wird. Dr. Last sprach über die Bedeutung der Zentralen Notaufnahme in einem Krankenhaus fürdie Entwicklung und Anwendung integrierte Behandlungspfade im Krankenhaus. Dieser Vortrag war ein weiterer Beitrag zum Thema "Behandlungspfade contra Leitlinien". Von pflegerischer Seite waren 2 Mitarbeiter aus der Poli-Klinik (Sr. Hannelore und Sr. Ute),sowie 3 Mitarbeiter aus der internistischen Notaufnahme (Sr. Karolina, Sr. Kirsten udn Pfl. Benny) auf der Jahrestagung vertreten.
Nebst Fort- und Weiterbildungen am Mittwoch und Donnerstag für Ärzte und Pflege (einenGipskurs für zwei Mitarbeiter der internistischen Notaufnahme) gab es die Möglichkeit aufder Industrieausstellung im Foyer des Kongresszentrums neue Produkte und Bücher zumThema Notfallmedizin zu begutachten, bzw. zu erwerben. Unter anderem Patientendatenmanagementsysteme (PDMS) verschiedener Hersteller, Vitalparametermonitore, automatische Reanimationshilfen, Narkosegeräte und Zubehör zum Umlagern von Notfallpatienten sowie Artikel für intraossäre Zugänge.
Am Samstag Vormittag war eine eigene Plenartagung nur zum Thema Notfallpflege eingerichtet, auf der nicht nur über die zukünftige Qualifikation von Pflegekräften inNotaufnahmen diskutiert wurde, sondern auch die Themen Hygiene & MRSA sowie Dokumentation durch die Pflege erörtert wurden.
Hervorzuheben ist der Vortrag von Karolina Steege über das Thema "Übernahme ärztlicher Tätigkeiten durch Pflege in der ZNA". Sie stellte in ihrem Vortrag die möglichen Tätigkeiten der Ärzte, die (jetzt schon zum Teil) von der Pflege übernommen werden könnten, aber auch die Tätigkeiten der Pflege, die von Servicekräften im Stationsalltag übernommen werden könnten. Allerdings kommt sie zu dem Schluss, das trotz aller Übertragungen der Tätigkeiten Servicekräfte und examinierte Pflegekräfte im Stellenplan nicht 1:1 angerechnet werden dürfen. Daraus resultiere eine Arbeitsverdichtung und somit schlechtere Patientenversorgung.
Das Rahmenprogramm dieses Kongresses bestand neben dem obligatorischen "Gettogether" am Vorabend des ersten Kongresstages auch aus Stadtführungen, Besichtigungen einer Bibliothek sowie der Gedenkstätte Buchenwald. Ausserdem gab es eine sog. "Nachtschicht" für junge Assistenzärzte um sich über die Arbeit auszutauschen.
Benjamin Kaufmann





