Asthma bronchiale – Eine Zeitreise

Es ist Wochenende …. manchmal tut es ganz gut, sich nicht nur mit den täglichen Aufgaben im Job zu beschäftigen …

Vielleicht ist es für Sie interessant, sich auch mal mit der Medizingeschichte auseinanderzusetzen. Es ist schon verrückt, in welcher Geschwindigkeit sich Medizin (und vor allem auch Notfall- und Intensivmedizin) in den letzten 25 Jahren verändert hat. Ich kann mich noch an meine Anfänge im Pflegepraktikum erinnern …. ein Patient mit akutem Myokardinfarkt benötigte 7 Tage Bettruhe, dann wird er über die nächsten 3 Wochen schrittweise mobilisiert, bis er zum Entlassungszeitpunkt auch vorsichtig Treppen steigen durfte.

Und heute? Viele Patienten gehen schon 2-3 Tage später nach Hause. Die jungen Kollgen können sich an diese komplexen Mobilisierungspläne, die ich noch als junger Famulant ausfüllen durfte, vermutlich nicht erinnern. Ist ja auch Schnee von gestern….

Und hier kommt nun eine Zeitreise zur Behandlung von Patienten mit Asthma. Eine fiktive Patientin, die in unterschiedlichen Epochen ärztliche Hilfe wegen ihrer Beschwerden sucht (1828, 1928, 2012). Faszinierend fand ich die Erwähnung von Asthmazigaretten mit einem pflanzlichen Anticholinergikum, die von Kellogg’s vermarktet wurden (falls Sie Lust und Laune haben, mehr von Dr Kellogg’s, dem Erfinder der Cornflakes und dem Wahn der Wellnessbewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts zu erfahren, nehmen Sie sich doch ein Buch von T.C. Boyle zur Hand …. gibt nicht nur ironische Einblicke in die Wellnessszene der Vergangenheit … ;o)

Ich wünsche ein schönes WE!

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Ein Gedanke zu „Asthma bronchiale – Eine Zeitreise

  1. Als kleiner Junge entwickelte ich Asthma. Meine asthmaübliche Mundatmung bedeutete dauerhaft entspannte Lippen, so dass ein Lippenreflex zur Entspannung der Bronchien bei Pollen usw. ausblieb. Es ist nämlich so, dass bei Fingerdruck auf die Lippe der Sympathicus erregt und die Atmung vertieft wird. Die übliche Begrenzung der Atemtiefe durch den Hering-Breuer-Reflex wird überwunden. In der Medizin sind zwar die Wirkungen der Nasenatmung d.h die Erwärmung, Anfeuchten und Filtrieren der Atemluft bekannt, aber der Reflex ist schneller und deshalb so wichtig.
    Es kann sein, dass eine Asthmaspray das Problem löst, aber das sollte nicht zu einer Ausblendung der Physiologie zu Gunsten der Arzneien führen. Ich empfehle deshalb die Atemübungen gemäß Link „Strelnikova exercises hostia“

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