EHEC Rückblick (O104:H4) – Hämolytisch urämische Syndrome

Erinnern Sie sich noch an die Hysterie anlässlich der EHEC Endemie in Deutschland?

In einem ausgezeichneten Artikel über einen Großteil dieser Fälle geht eine Lübecker Arbeitsgruppe ein und analysiert, welche Therapiestrategien hilfreich waren und welche nicht.

Eingeschränkt durch die retrospektive Art der Analyse ergeben sich interessante Ergebnisse:

Die Antibiotikatherapie mit Meropenem, Ciprofloxacin, Rifaximin UND Azithromycin scheint entgegen früherer Ergebnissen vorteilhaft zu sein und erschien am Effektivsten. Während Ciprofloxacin zu einer Freisetzung des Shigatoxins führt, sind die anderen Antibiotika und insbesondere Azithromycin vorteilhaft. Diese Antibiotika inhibieren die Freisetzung des Toxins.

Es scheint auch nach dieser hervorragenden Analyse schwierig zu sein, um abschließend zu beurteilen, ob eine Plasmapherese vorteilhaft ist (oder nicht), trotzdem wird sie in bestimmten Situationen empfohlen. Die große Hoffnung eines Blockers der Komplementkaskade, Eculizumab, scheint zumindest in der retrospektivne Analyse dieser Studie eher gestorben zu sein.

Die Gesamtsterblichkeit bei dieser Endemie war außerordentlich niedrig, trotz der schweren Krankenheitssymptome! Erstaunlich. Das begleitende Editorial geht noch auf weitere Details ein. Sehr interessant zu lesen!

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