Biometrie für den Notfallmediziner

Heute erst hatte ich wieder ein Gespräch mit unseren Kollegen über den Stellenwert diagnostischer Tests. Man führt ja allerlei Dinge durch (z.B. auch die Auskultation, die Blutdruckmessung etc.) und man ist sich häufig nicht darüber im Klaren, dass jeder dieser Aktionen als „diagnostischer Test“ zu werten ist und damit in Abhängigkeit von der „Vortestwahrscheinlichkeit“ in die Diagnosefindung einfliesst.

Kompliziert?

Nun, auch für mich nicht immer einfach. Aber extrem wichtig.

Deshalb finde ich einen aktuellen Übersichtsartikel über die Interpretation „Diagnostischer Tests“, der im BMJ erschienen ist, sehr hilfreich. Nicht ganz einfach zu lesen, aber absolut lesenswert. Ich denke, wenn man sich vertieft mit dieser Thematik beschäftigt hat, kann man vieles besser verstehen und im klinischen Alltag anwenden.

Warum ist dies aus meiner Sicht so wichtig? Erst gestern war ich auf einem spannenden Workshop über die Inhalte der „Notfallmedizin“. Einhelliger Tenor (anwesend waren die zukünftige EUSEM Präsidentin Dr. B. Hogan, der DGINA Präsident Prof. C. Dodt, bekannte Kollegen aus der Schweiz etc.) war, dass die „Diagnosefindung“ eine der Kernaufgaben (neben der STabilisierung der Vitalfunktionen) der Notfallmediziner in der Notaufnahme ist. Wir sind mit anderen Worten, die „Klinik für Diagnostik“.

Auch wenn es spröde klingt, muss man sich aber damit mit der Theorie, also den biometrischen Grundlagen der Diagnostik beschäftigen. Und hierzu bietet der BMJ Artikel wertvolle Hilfestellungen.

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