Mehr aus Antalya vom 7. EuSEM

Aufgrund von zwei persönlichen Terminen kann ich von den heutigen Kongressbeiträgen nur wenig berichten. Ich werde mich entsprechend erneut auf die für mich neuesten Erkenntnisse oder wichtigsten Wiederholungen der einzelnen Lectures beschränken.

Übrigens noch etwas für die interessierten Assistenten und auch Studenten: Auch die EuSEM hat eine sogenannte „Young Emergency Medicine Doctors Section„. In deren heutigen Veranstaltung ging es um ein für unsere Disziplin absolut essentielles Thema.

Research. In Deutschland dürfte die Zahl der  relevant forschenden Notaufnahmen gegenwärtig noch recht gering sein, aber von hochrangiger Stelle wurde mehrfach eine Verbesserung hiervon angemahnt. Pieter-Jan und Riccardo, die beiden Chairs dieser Sektion machen übrigens einen exzellenten Job und würden sich zudem über weiteren Zuspruch sicher freuen…

Nun die Take home messages für mich vom heutigen Tag:

Elektrolytentgleisungen/ Stoffwechsel: 

  • Hyper-K: Schnellstes Therapiekonzept ist Ca2+
  • Hypo-K ist immer auch Hypo-Mg2+
  • Hyperglykämie ist unabhängiger Mortalitätsfaktor in der ZNA
  • Diese Patienten sollten eine Behandlung erfahren
  • Post-Resuscitation Care: siehe Prof. Christs separater Post
  • Vorsicht vor der Überadministration von O2: Hyperoxämie ist gefährlich

Pulmonary Emergencies:

  • Astmaschwere ist mittels Satzlänge (oder auch nur vorhandene Einzelwörter) grob einschätzbar
  • NIV Evidenz für Asthma ist im Gegensatz zu COPD dürftig
  • RR-Abfall bei COPD/Asthma kann neben Spannungspneu auch durch simple Dehydratation bei Hyperventilation bedingt sein
  • Ketamint ist als Hypnotikum bei diesen Patienten ganz vorn dabei
  • DSI (delayed sequence intubation) ist in den europäischen Kreisen noch nicht angekommen

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