Interessante Diskussion: CT-Koronarangiographie – Fluch oder Segen?

In der Oktober-Folge von EMRAP findet sich eine exzellente Diskussion, die auf verschieden Studien zum Thema CT-Koronarangiographie eingeht. In der Vergangenheit konnte in mehreren Studien eine kurzfristige Kostenersparnis durch Verwendung der CCTA für Low-Risk Patienten nachgewiesen werden, wie es mittel- oder langfristig aussieht ist jedoch noch ein ganz anderes Ding.Was passiert nun, wenn man einen der kritischsten Kollegen zu diesem Thema befragt?  In diesem Interview kommt zum Vorschein, dass die Studienlage hinsichtlich der langfristigen Kostenänderung viel klarer ist – nur leider in die entgegengesetzte Richtung. In einer erwähnten Studie stiegen die längerfristigen Kosten um den Faktor 3 im Vergleich zu den nur mit Belastungs-EKG abgeklärten Patienten. Warum? Weil zahlreiche Patienten mit nachgewiesenen, jedoch klinisch vermutlich nicht relevanten Stenosen ausgiebig weiter abgeklärt und/oder behandelt werden. daneben gibt es ja auch noch ein paar Nebenwirkungen der Diagnostik zu beachten, wie Kontrastmittelreaktionen, Nephropathie, Schilddrüsenfunktionsstörungen und mehr.

Die Diagnostik hat sicher auch ihren Wert, aber unkritisch an alle Patienten verteilt besteht auch eine ziemliche Gefahr…

In unserem KH werden keine oder sehr wenige CCTA durchgeführt, schon gar nicht aus der ZNA zur schnelleren Entlassung der Low-Risk Patienten, aber andere Häuser mögen dies anders sehen.

Wie halten Sie es mit der CCTA? Diskutieren Sie mit uns!

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