Katastrophenmedizin – Wirklich Evidence-based?

Die Organisation und Versorgung von Patienten im Rahmen eines Massenanfall von Verletzten ist nicht Evidence-based. Jeder postuliert zwar, dass ein Massenanfall von Verletzten professionell etc. bearbeitet wird …. aber können wir wirklich von großen Schadensereignissen lernen bzw. wichtige Handlungsanweisungen ableiten? Bedeutet dies wirklich, dass wir „Evidence based Medicine“ im Katastrophenfall anwenden? Eigentlich rhetorische Fragen, oder?

Diesem Thema widmet sich ein Artikel im Eur J Emerg Med. Grundvoraussetzung um aus verschiedenen Szenarien etwas lernen zu können, ist die gemeinsame Sprache. Ziel ist, aus unterschiedlichen Systemen die optimalen Vorgehensweisen zu extrahieren und in ein Gesamtsystem einzubauen.Dieser Aufgabe widmet sich die „Emergency Management and Disaster Medicine Academy„: Es wurde ein Template für eine einheitliche Datenstrukturen etnwickelt. Diese können für akademische Arbeiten aber auch für Initiativen für eine Qualitätsverbesserung genutzt werden. Ich denke, dass eine derartige Vorgehensweise wirklich richtungsweisend ist. Vielleicht auch Anlass, die Probleme der Notfallmedizin in Deutschland durch Harmonisierung und Strukturierung weiter zu entwickeln. Es lohnt sich!

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