Eine eMail, die mich nachdenklich gestimmt hat – Burnout bei Medizinern

Ich habe gestern eine eMail weitergeleitet bekommen. Es handelte sich um einen Überblick der aktuellen Themen, welche bei Medscape publiziert wurden.

Sofort ist mir das oberste Thema ins Auge gefallen. Lifestyle und Burnout bei Medizinern. Es wurden über 27 Tsd US-amerikanische Mediziner befragt. Die Ergebnisse regen zum Nachdenken an …. und ich dachte mir noch, dass gerade in den USA keine derart hohe berufliche Unzufriedenheit und Symptome von Burnout vorhanden sind.

Was sind die Hauptergebnisse:

1) Nahezu 50% der Mediziner haben mindestens ein Symptom, welches charakteristisch für Burnout ist. Bei anderen Berufsgruppen liegt die Rate bei ungefähr 25%.

2) Gerade Mediziner mit hohem Ausbildungsgrad sind von Symptomen des Burnouts besonders betroffen.

3) Bei einer Unterteilung nach verschiedenen Fachdisziplinen, sind vor allem Mediziner, die in der primären Versorgung von Patienten eingebunden sind, besonders betroffen. Dies sind Allgemeinmediziner, Allgemeine Internisten, und Notfallmediziner, Aber auch Intensivmediziner sind in der Spitzengruppe mit dabei.

Das Thema Lifestyle und Burnout bei Medizinern ist noch in besonders interessanter Weise bei Medscape aufgearbeitet. Die Kombination von Slideshow und begleitenden Text gibt die wichtigsten Ergebnisse aus unterschiedlichsten Befragungen wider.

Hauptpunkte für ein „Burnout“ sind in folgendem Bild zusammengefasst (aus obigem Medscape Artikel):

Präsentation1

Dies sehr interessante Informationen. Leider gibt es keine vergleichbaren Daten aus Deutschland. Da die „Awareness“ für derartige Themen in Deutschland entwicklungsfähig ist, sollten wir regelmäßig Impulse setzen, um unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern.

In einem hervorragenden Artikel zu diesem Thema aus dem Mass Gen Hospital in Boston (leider habe ich den Link nicht gefunden), wurde das Thema ja bereits aufgegriffen: Junge Kollegen werden im Arbeitsumfeld begleitet. Eine psychologische Begleitung ist mgl von Vorteil. Wir haben erste Versuche in dieser Richtung unternommen und sind über die Unterstützung durch die Kollegen aus der Psychosomatik sehr glücklich.

Welche Erfahrungen haben Sie?

 

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2 Gedanken zu „Eine eMail, die mich nachdenklich gestimmt hat – Burnout bei Medizinern

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