Tranexamsäure – Schon überall implementiert?

In einem interessanten Artikel hinterfragt ein internationales Autorenteam, weshalb Tranexamsäure noch nicht umfassend für die Versorgung von Trauma-Patienten vorgehalten wird. Offensichtlich ist in der Britischen Armee sowie zwischenzeitlich auch im gesamten NHS die generisch verfügbare Substanz Tranexamsäure zur Behandlung von Traumapatienten eingesetzt. Tranexamsäure wurde in der mit öffentlichen Geldern geförderten CRASH-2 Studie wie folgt eingesetzt: 1g als Kurzinfusion über 10min, dann weitere 1g über 8 Stunden. Dadurch konnte die Sterblichkeit signifikant gesenkt werden!

Trotzdem stehen andere Erkrankungen  in der öffentlichen Diskussion insbesondere in Dritte Welt Länder im Vordergrund: HIV, Tuberkulose etc. Durch Trauma sind jedoch deutlich mehr Patienten betroffen! Die Autoren fordern deshalb, dass weniger Therapien von Interessensgruppen unterstützt werden sollten, sondern Patienten-zentriert einfache und günstig verfügbare Therapien ubiquitär eingesetzt werden sollten.

Haben Sie in Ihre Behandlungsprotokolle bei Polytrauma-Patienten die Kurzinfusion von  Tranexamsäure schon integriert? Vermutlich verfügen Sie schon über diese effektive Therapie!

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