Disco saves lifes ….. Start Daancing :-)

Heute morgens haben wir eine kurze Reanimationsübung bei uns in der Notaufnahme durchgeführt. Die Leistung unseres Teams wird durch derartige Kurzschulungen immer besser. Bei der Beurteilung unseres Teamserfolgs orientieren wir uns an einem Konsensus-Dokument, welches vor kurzem in CIRCULATION publiziert wurde:

In diesem Dokument werden viele Aspekte diskutiert, die mir in dieser Klarheit wesentliche Hilfestellungen für die tägliche Praxis bieten.

So ist insbesondere bei der Herzdruck-Massage zu beachten:

  1. Unterbrechungen möglichst zu vermeiden: Dazu ist eine Teamkoordination notwendig, die endotracheale Intubation steht nicht im Vordergrund
  2. Herzdruckmassage am Besten in stehender Position durchführen, eine Drucktiefe >5cm sollte erreicht werden. Auf ein adäquates Recoil des Thorax ist zu achten.
  3. Die Druckfrequenz ist auch ganz wesentlich: Ziel ist 100-120_/min. Hier helfen ein Metronom (teilweise in moderne Defibrillatoren schon eingebaut, auch hilft vielleicht eine Metronom App im Smart-Phone.Wer erfolgreich sein will und trotzdem relaxed das Leben geniessen möchte, schaut einfach in diesem YouTube Video rein …. DISCO SAVES LIFES :-))
  4. Der Erfolg der CPR wird erhöht, wenn die Beatmungsfrequenz bei <12/min liegt und das Volumen niedrig ist. Maskenbeatmung ist zu Beginn der Reanimation absolut ausreichend. Supraglottische Atemwegshilfen werden kritisch gesehen. Hohes Tidenvolumen und hohe Frequenz erhöhte den intrathorakalen Druck und senkt den Blutfluß.
  5. Die Qualität der CPR kann mittels endexspiratorischer CO2 Messung „monitorisiert“ werden. Eine gute Qualität wird bei einem CO2 >20mmHg, die erfolgreiche Spontanzirkulation mit einem CO2 Sprung >40mmHg angezeigt. Führen Sie dies bereits durch?

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2 Gedanken zu „Disco saves lifes ….. Start Daancing :-)

  1. Inwiefern sind supraglottische Atemwegshilfen kritisch zu sehen? Gerade die AHA unterrichtet im ACLS-Kurs doch, dass Intubation rein den Erfahrenen (>50 Intubationen pro Jahr!) vorbehalten sein soll und verschiedene „Gurus“ der Notfallmedizin zb. Scott Weingard sprechen davon, keinen Patienten vor ROSC zu intubieren um die unweigerliche Verzögerung kurz zu halten. Gibt es hier neue Daten, die gegen Larynxtubus und co sprechen?

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