„Notfallmedizinische Häppchen“ – Ideen und Beispiele gesucht

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Liebe Freunde der Notfall- und Akutmedizin

die moderne Notfallmedizin in einer Klinik ist für viele Menschen zwar aus dem Fernsehen bekannt (denkt an „Emergency Room“), die Notwendigkeit der Professionalisierung einschließlich einer eigenen Fachlichkeit Notfallmedizin  wird jedoch für Deutschland sehr kontrovers dikutiert und für Viele in Deutschland als nicht notwendig erachtet.
Aus diesem Grund müssen wir die Thematik „Exzellente Notfallmedizin“ anderen (Laien und Profis) erklären. Ich suche deshalb nach Vorschlägen, um die Thematik  „Exzellente Notfallmedizin anhand von Beispielen“ besser erklären zu können. Das, was wir über George Clooney aus Emergency Room kennen, sollte auch in deutschen Kliniken möglich sein. Unsere Vorstellung der Notfallmedizin, wie sie bereits in angelsächsischen Ländern gelebt wird, sollte einfach mehr publik gemacht werden. Dazu müssen wir die Menschen und Kollegen in Deutschland über die Vorteile einer Exzellenten Notfallmedizin informieren und aufklären.
Gerne frage ich deshalb bei Ihnen nach mit der Bitte, konkrete Vorschläge zu möglichen Inhalten für das „Erklären“ einer professionellen bzw. exzellenten Notfallmedizin zu machen. Wichtig ist, dass es an Beispielen und Geschichten aufgehängt wird. Wir müssen anhand von Bildern, Erlebnissen informieren. 
Sendet diese Vorschläge doch bitte an meine eMail oder postet sie als Kommentar.
Ich freue mich auf die Zuschriften!

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3 Gedanken zu „„Notfallmedizinische Häppchen“ – Ideen und Beispiele gesucht

  1. Ich weiß nicht ob es Ihnen weiterhilft, aber wenn ich versuche anderen das Thema zu erklären muss ich häufig gegen die Vorstellung ankämpfen, dass Notfälle automatisch mit einer festen Diagnose einhergehen…z.B. glauben viele, dass bei einem Notfall sofort klar ist, dass es sich um einen Herzinfarkt, einen Oberschenkelhalsbruch oder einen Schlaganfall handelt. Oder zumindest welcher Facharzt zuständig ist.
    Ich erkläre dann, dass viele Patienten eben nicht mit einer Diagnose ins Krankenhaus kommen sondern mit oft vagen und unspezifischen Symptomen. Das führt dann oft dazu, dass sich die Fachspezialisten eben nicht mit Freude auf den Patienten stürzen und katheterisieren, lysieren oder operieren, sondern sich eher nicht zuständig fühlen und den Patienten an das andere Fachgebiet „turfen“. Da kann die Notaufnahme räumlich noch so modern und zentral gebaut sein, mit glänzenden Schockräumen mit CT und was nicht alles….. wenn sich niemand zuständig fühlt, weil Übelkeit und Schwindel neurologisch, internistisch, chirurgisch oder eben von HNO-isch sein kann dann ist das eben keine exzellente Notfallmedizin! Die meisten verstehen dann, dass hier ein Generalist von Nöten ist, der sich mit den wichtigsten Ursachen dieser Symptome auskennt ohne auf Grenzen zwischen Fachgebieten zu achten und der die Interessen des Patienten vertritt und nicht die Interessen der einzelnen Disziplinen.
    Vielen Nicht-Medizinern (aber auch Medizinern) ist oft auch nicht klar, dass die deutsche Zusatzbezeichnung Notfallmedizin nichts mit dem Facharzt für Notfallmedizin aus anderen Ländern zu tun hat und dass das was präklinisch passiert nicht viel mit dem zu tun hat was von den Ärzten im Krankenhaus zu bewältigen ist.

    Ich weiß nicht ob das sehr hilfreich ist. Aber ich finde mich öfters in der Situation, dass ich Leuten erklären muss was klinische Notfallmedizin eigentlich ist. Diese Erklärungsansätze benutze ich jedenfalls.

    MfG
    Nic

  2. Lieber Prof Christ,

    Ich arbeite als Senior Registrar in einer der größten Emergency Departments in Sydney. Als deutscher Arzt bin ich vor sieben Jahren nach Sydney gegangen und stehe mittlerweile kurz vor Beendigung des hiesigen Facharztes für Notfallmedizin.
    Es ist auch für mich problematisch meinen Verwandten und Freunden in Deutschland begreiflich zu machen, was ich hier tue.
    Der von ihnen erwähnte George Clooney hilft.
    Ich bin gerne bereit mit Fallbeispielen auszuhelfen, wenn gewünscht.
    Ich erzähle meinen Deutschen Freunden meist dass wir im Emergency Department alles von A wie Anaphylaxis bis Z wie Zeckenbisse behandeln, dass wir nähen, intubieren, einrenken und kleinere Operationen durchführen BEVOR wir die Spezialisten anrufen.

    Ich folge ihrer Arbeit und der DGINA aus Sydney mit großem Interesse und großem Respekt.
    You are doing a great Job würde man hier sagen.

    Herzliche Grüße aus Down under,

    Andreas Rauch

    • Hallo,

      Vielen Dank für die freundlichen Worte. Es stimmt sehr positiv zu sehen wenn der DGINA-Blog derart positiv aufgenommen wird. Vielleicht haben Sie ja Interesse auch einmal die Ausbildung der Notfallmedizin im australischen System in unserem Blog mit einem Artikel zu beleuchten?

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