Triple A – The „Holy Grail“ of Ejection Fraction

Ejektionsfraktion – Für viele ein Synonym für „Kontraktilität des Myokards“. Sie kennen die Befundung aus den Echobefunden, vielleicht haben Sie es selbst erstellt.

Die Höhe der Ejektionsfraktion wird häufig verwendet um zu argumentieren, ob der Patient eine ausreichende kontraktile Funktion des Ventrikels hat. Und davon abhängig ist viel: Die ICD-Implantation, die Klappen – OP und und und ….Und auch wir in der Notaufnahme sind häufig mit der Ejektionsfraktion konfrontiert:

Erstaunlich ist, dass es schwerkranke, atemnötige Patienten gibt, die eine „normale Ejektionsfraktion“ aufweisen …. aber trotzdem krank sind. Denken Sie an den Hypertoniker, den älteren Patienten etc. Und Daten weisen darauf hin, dass Patienten mit akuter Herzinsuffizienz und erhaltener Ejektionsfraktion eine ähnlich miserable Prognose aufweisen, wie Patienten mit eingeschränkter LV-Funktion.

Hervorragend beschrieben ist die Beurteilung der Ejektionsfraktion in einem sonographischen Blog von Thomas Binder: Wirklich sehenswert! Und natürlich möchte ich an dieser Stelle auch an eine hervorragende deutschsprachige Arbeit aus unserem Haus verweisen!

Zusammenfassend möchte ich Sie daran erinnern, dass die Ejektionsfraktion nur eine geometrische Größe ist und nur einen Teil der „myokardialen Kontraktilität“ widerspiegelt. Es gibt aber auch Patienten mit erhaltener Ejektionsfraktion und trotzdem eingeschränkter Kontraktilität. Diese kann z.B. über die longitudinale Bewegung der Mitralklappe über die Zeit abgeschätzt werden. Ein Fortschritt in der Echokardiographie ist das Speckle Tracking Imagin, wie von Thomas Binder dargestellt.

Also, zukünftig aufpassen bei der Beurteilung von myokardialer Kontraktilität. Die Ejektionsfraktion ist nicht der heilige Gral der „Kontraktilität“.

Viel Spass beim Durchschauen des Blogs von Thomas Binder!

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