1. SimCup Notfallmedizin – Premiere am DGINA-Kongress in Hamburg

1. Sim-Cup Notfallmedizin – 9. November 2013 in Hamburg

Nun geht es auf die Zielgerade: die Vorbereitungen für den „1. Sim-Cup Notfallmedizin“ laufen auf Hochtouren. Vier Teams stellen sich bei der DGINA-Jahrestagung in Hamburg der Herausforderung und simulieren öffentlich die Versorgung kritischer Notfallpatienten (http://www.dgina-kongress.de/1-sim-cup-notfallmedizin/).
Die Organisatoren der Session bekamen vom Kongresspräsidium größte Freiheiten und einen enormen Vertrauensvorschuss, um das Ziel hinter dem Sim-Cup zu erreichen: die Qualität transdisziplinärer Notfallmedizin in kritischen Situationen sichtbar zu machen und zu illustrieren, welchen Wert Simulationstraining für die Weiterbildung und die Team-Performance haben kann.

„Mehr als nur Algorithmen“

„Schockraumversorgung ist eben mehr als das Abarbeiten von Algorithmen“, sagt Dr. Martin von der Heyden, Leiter der Sektion Innerklinische Notfallmedizin und Ausbildung der Universität Greifswald, „und Simulation ist mehr als Reanimationstraining!“. Dr. von der Heyden ist einer der Organisatoren und seit vielen Jahren mit dem Team des Simulationszentrums aus Greifswald bundesweit für Schulungen unterwegs. Die Simulation aus dieser Ecke zu holen, zu demonstrieren, welche großartigen Möglichkeiten sich ergeben, das sei ihm besonders wichtig, sagt Dr. Thomas Plappert von der Zentralen Notaufnahme aus Wismar. Hier investierte der Klinikbetreiber einige wenige hundert Euro und mit viel privatem Engagement eines inzwischen achtköpfigen Teams wurden alleine 2013 über 300 Teilnehmer geschult. „Nicht das Material ist das entscheidende, die Szenarien müssen für die Teilnehmer relevant sein und der Rest hilft nur dabei, in das Szenario hineinzufinden.“, zitiert er Dr. Markus Rall aus Tübingen, einen der Väter der Simulation in der Akutmedizin deutschland- und weltweit. „Und dieses Motto im Hinterkopf, ein paar kluge Ideen, eine gute Vernetzung in der Szene und ein motiviertes Team, das die Herausforderung des „Debriefing als selbstgesteuerte Lernform“ annehmen will, ist alles parat, um die Teams interdisziplinär zu schulen“.

Praxisnahe Aus- und Fortbildung: Entscheidend in der Notfallmedizin

So will der Sim-Cup mehr sein, als ein eigentümliches sportliches Event: Er will Plattform und Treffpunkt sein für alle, die sich mit Lehren und Lernen in der Notfallmedizin beschäftigen und die gemeinsam neue Wege gehen wollen. „In der Luftfahrt käme niemand auf die Idee, dass man ein guter Pilot wird, wenn man einige Jahre auf dem zweiten Sitz im Cockpit zugebracht hat. Hier gilt, dass nur im Simulator bewiesene Performance dazu berechtigt, im richtigen Leben unter Supervision seine Performance zu beweisen. Ein zum Teil dramatischer Unterschied zur Notaufnahme“, sagt Dr. Plappert. Und dass Aus- und Fortbildung in der Notfallmedizin ein entscheidender Faktor seien, dass sei ja nun in den letzten Jahren mehr als deutlich geworden.

Bald geht es los…

Und so ist die Spannung und die Vorfreude groß, bei den Teams wie bei den Organisatoren: Judith Gal, Unfallchirurgin aus Hamburg, organisiert gerade noch die letzten Materialien, trifft die letzten Absprachen zum „wo“ und „wie“ und  hat den Zeitstrahl des Projektverlaufes stets gut vor Augen. Damit alles pünktlich starten kann, die Teams loslegen können, wenn es am 9. November heisst: „In drei Minuten kommt der NAW mit einem instabilen Patienten!“

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