Triple A – Diagnostik der akuten Herzinsuffizienz

Vor längerem hatte ich bereits auf das Dilemma bei der Diagnostik von Patienten mit akuter Atemnot hingewiesen. Viele Patienten mit akuter Herzinsuffizienz werden in den Notaufnahmen nicht identifiziert. Die verzögerte Diagnostik trägt zu einer Einschränkung der Lebensqualität durch eine verzögerte Therapie bei. Die Bestimmung natriuretischer Peptide ist das sicherlich nur ein Baustein.Ganz aktuell ist nun eine Studie aus Notaufnahmen erschienen, in den die Kombination aus einer fokussierten Echokardiographie (parasternale lange Achse, parasternale kurze Achse, 4 Kammerblick von subxiphoidal, 4 Kammerblick von apikal), der Thoraxsonographie (Darstellung von B-Lines) und die Bestimmung der Atemvariabilität der V. cava inferior (2 cm distal der Einmündung der Lebervenen im M-Mode) zur Diagnostik der akuten Herzinsuffizienz eingesetzt wurde.

Die Kombination der Verfahren, insbesondere der Echokardiographie und der Atemvariabilität der V. cava inferior führt zu einer verbesserten Diagnostik, die zusätzliche Durchführung der Thoraxsonographie nur noch zu wenig zusätzlichem Nutzen. Die Studie muss man sich genauer anschauen: Diese Diagnostik der akuten Herzinsuffizienz führt zu einer hohen Spezifität, aber die Sensitivität ist doch letztendlich sehr sehr niedrig. Inwieweit hier dann tatsächlich auch therapeutische Abläufe verbessert werden, ich weiss nicht so recht. Aber zumindest ein Ansatz.

Interessant finde ich die Untersuchungen zur Thoraxsonographie. Offensichtlich hat die Aufsummierung der B-Linien in 8 Zonen eine bessere Sensitivität als das derzeit propagierte 8-Zonenmodell und der daraus abgeleitete Score. Hier würde mich freuen, wenn Sie über Ihre ERfahrungen berichten könnten. The paper is open for discussion ….

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