Duale Antiinfektive Therapie bei immunokompetenten Patienten mit CAP

Spannender Artikel einer französischen Arbeitsgruppe: Man hat in einem Register alle Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie erfasst und untersucht, inwieweit eine Monotherapie mit einem Beta-Laktam (mit BL Inhibitor) alleine oder in Kombination (Makrolid oder Flurochinolon) zu unterschiedlichen Überlebensraten führt. Diese hervorragende Arbeit zeigt, dass die duale antiinfektive Therapie keine Vorteile hat. Beim genaueren Lesen in der Arbeit ist jedoch zu berücksichtigen, dass man über entsprechende Selektion, Patienten mit Problemkeimen „ausgeschlossen“ hat und das Kollektiv deutlich jünger ist, wie wir es von unserer Intensivstation kennen (Durchschnittsalter 62 Jahre).

Was sind nun unsere Schlußfolgerungen:

Wichtig ist es, leitlinien konform früh mit der antiinfektiven Therapie zu beginnen und die Risikokonstellation des betroffenen Patienten hinsichtlich Problemkeimen abzuschätzen. Die Daten sind aus Spanien, weshalb eine generelle Übertragung auf unsere Situation schwierig sein dürfte (andere Resistenzspektra). Aufgrund möglicher unerwünschter Wirkungen der antiinfektiven Substanzen sollte man jedoch eine möglichst effektive aber Substanzen-einsparende Strategie verfolgen.

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