Hemikraniektomie bei ischämischem Schlaganfall

Ein schwerer Schlaganfall bei Verschluß der A. cerebri med. führt zu schweren neurologischen Einschränkungen und ist mit einem hohen Sterblichkeitsrisiko durch die sekundäre Hirnschwellung assoziiert. Welche therapeutischen Optionen stehen zur Verfügung?In großen Kliniken wird insbesondere bei jüngeren Patienten eine Hemikraniektomie durchgeführt. Kleinere Studien und auch tierexperimentelle Untersuchungen zeigen auf, dass es hier Vorteile hinsichtlich überleben gibt.

In einer aktuellen Studie des NEJM wird in einer prospektiven Studie dieser Frage bei älteren Patienten nachgegangen. Tatsächlich überleben mehr Patienten in der „neurochirurgischen“ Gruppe. Ein Einfluß auf Endpunkte der neurologischen Rehabilitationsfähigkeit konnte nicht gezeigt werden.

Was bedeutet dies nun für die klinische Praxis? Das Überleben wird positiv beeinflußt, aber überlebende Patienten sind angewiesen auf die Pflege ihrer Angehörigen bzw. von Pflegediensten. Im begleitenden Editorial wird nicht nur auf die möglichen Mechanismen dieser effektiven Therapie eingegangen, sondern auch die kosmetischen Aspekte des Eingriffes und die ethischen Aspekte eines Lebens in Abhängigkeit diskutiert. Ich finde beide Artikel äußerst gelungen und zum Nachdenken anregend.

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