Depression Screening in der Notaufnahme

Heute auf Visite eine Patientin identifiziert, die vermutlich eine depressive Episode aufweist. Es stellte sich die Frage, wie man einfach und schnell im Setting einer Notaufnahme (bzw. in der Niedergelassenen Praxis), einen Patienten mit Depression sensitiv identifiziert und ihn dann an die Fachspezialisten weiterleiten kann.Es ist bekannt, dass bis zu 50% der depressiven Patienten nicht korrekt identifiziert werden. Zwei einfache Fragen helfen darüber hinweg:

Two relatively new screening tools may make screening and follow-up for depression easier. The first screening tool consists of 2 questions:

  1. During the past month, have you often been bothered by feeling down, depressed, or hopeless?
  2. During the past month, have you often been bothered by little interest or pleasure in doing things?

Ein fokussierter Text in Medscape erklärt die Thematik und geht auf das Grundproblem des „Nichterkennens“ etwas ausführlicher ein.

Eigentlich nicht besonders schwer, oder? 

 

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3 Gedanken zu „Depression Screening in der Notaufnahme

  1. In Großbritannien haben wir hierfür auch den sog. „SAD PERSONS“ Score verwendet:

    S – Sex (Male = 1 Pkt.)
    A – Age (45 J. = 1 Pkt.)
    D – Depression (bek. Depression = 2 Pkt.)
    P – Previous Suicide Attempts (Ja = 1 Pkt.)
    E – Ethanol (Chron. Alkoholabusus = 1 Pkt.)
    R – Loss of Rational Thinking (Denkstörungen/Vernunftlosigkeit = 2 Pkt.)
    S – Separated/Divorced/Widdowed (Getrennt/Geschieden/verwitwert = 1 Pkt.)
    O – Organised Suicide Attempt (durchgeplanter Suizidversuch = 2 Pkt.)
    N – No social/family Support (fehlendes Support-Netzwerk = 1 Pkt.)
    S – States future Suicidal Intent (Suizidankündigung = 2 Pkt.)

    Bei mehr als 5 Punkten musste eine fachärztliche psychiatrische Evaluation vor Entlassung erfolgen bzw. der Patient stationär aufgenommen werden.

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