Klinische Forschung … und die Mühe, die damit verbunden ist

Guten Morgen allerseits. Vorgestern habe ich von der Studienleitung der DACAPO aus dem Uniklinikum Regensburg das erste Paper des BMBF geförderten Studienprojekts erhalten.

Die Kollegen um Prof. Bein thematisieren den Aufwand, der ihnen im Rahmen des multizentrischen Projekts mit Hintergrund einer Versorgungsforschungsforschung begegnet ist. Die zu kontaktierenden Ethikkommisssionen unterschieden sich in der Art der Kommunikation, Dauer der Bearbeitung, Kosten, Anforderungen etc. Zusammenfassend waren unglaublich viele Arbeitsstunden notwendig, um dieses komplexe Projekt realisieren zu können. Insgesamt war das Zentrum im Vorfeld der Studienrealisierung 7 Monate !!! beschäftigt.

Was die Autoren nicht erwähnen sind die dann noch begleitenden Vertragsverhandlungen mit den einzelnen Einrichtungen und Kliniken. Auch wir können davon ein Lied singen.

Was bedeutet das?
Wir befinden uns im Spannungsbogen zwischen dem eigenen Wunsch, ein Projekt rasch zu starten und den Bedürfnissen der teilnehmenden Patienten auf eine faire und nicht-gefährdende Behandlung, Bewahrung der Privatsphäre, des Datenschutzes etc. Es wäre natürlich hilfreich, wenn viele dieser administrativen Anforderungen auch in einem föderalen System wie Deutschland zentralisiert bearbeitet werden könnte und einheitliche, vernünftige Standards eingeführt werden würde. Teilweise ist das schon realisiert und auch wir haben davon profitiert.

Wie geht es weiter?
Patientenbezogene Forschung ist von grosser Bedeutung und insbesondere auch für die Notfall- und Akutmedizin! Dies ist mit erheblichen Aufwand im Vorfeld verbunden, was wiederum auch zum langfristigen Erfolg eines Studienprojekts beiträgt.

Deshalb: nicht entmutigen lassen, sondern diesen notwendigen Aufwand zeitlich aber auch von den Ressourcen einplanen!

Nur eine kompetitive, hervorragende Forschung in Notfall- und Akutmedizin wird beitragen, dass sich unser Fach weiter etablieren kann. Und langfristig wird über diese weitere Professionalisierung dies auch den von uns betreuten Patienten zu Gute kommen.

Das war’s mal wieder aus Nürnberg. Keep calm and join again … :-)))

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