Photographieren und Filmen „on scene“

Auf der diesjährigen DGINA Tagung und auch auf vielen anderen Vorträgen sieht man immer wieder Fotos bzw. Video Sequenzen von Unfällen, Vorkommnissen oder dramatischen Ereignissen. Die unmittelbare Verfügbarkeit von Smartphone und Co. hat hier wesentlich beigetragen.

Diese beleben die Vorträge natürlich enorm und geben auch oft wichtige Hinweise für die eigene Erweiterung des Wissens. Natürlich muss man sich manchmal auch fragen, weshalb ein Bild gezeigt wird …. aber das mag individuelle Geschmacksfrage sein.

Ein filmender Arzt wurde nun zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hatte u.a. auch Patientinnen heimlich gefilmt und nicht nur das.

Dies mag die „Spitze eines Eisbergs“ sein. Ich halte es jedenfalls für sehr problematisch, „hilflose Personen“ nach einem Verkehrsunfall oder ähnlichen ohne ihre Zustimmung zu fotografieren oder zu filmen. Gerne werde diese „Dokumente“ ja auch über soziale Medien verbreitet. Dies ist im professionellen Umfeld ein absolutes NO GO.

Jeder – und hier sind nicht nur die Ärzte gemeint – sollte sich bewusst sein, dass damit die Persönlichkeitsrechte von Personen verletzt werden können. Es sollte bei „Veröffentlichung“ eine Einverständnis vorliegen und diese ggf. auch nachgewiesen werden können. Eine reine „Anonymisierung“ im Bildmaterial ist oft auch nicht ausreichend, da aufgrund Ort, Zeit des Vorfalls bzw. die Umstände des Vorfalls die Situationen auch nachvollzogen bzw. recherchiert werden können.

Das war´s für heute wieder aus Nürnberg. Stay tuned and join again!

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