Auskultation mit dem Stethoskop … Ein Auslaufmodell?

Gleich heute morgen habe ich eine wirklich spannende eMail von Martin Pin aus NRW erhalten. Er leitete an mich einen Hochinteressanten Artikel weiter, der sich auf einem Essay der Neuen Züricher Zeitung bezieht.

Oh je. Das ist ernüchternd und wirklich harter Tobak. Aber es geht weiter. Prof. Klingenheben aus Bonn kommentiert – etwas launig und polemisch – diesen Bericht aus der NZZ und die auf dem ESC vorgestellte Originalstudie. Ein wirklich lesenswerter Beitrag, der den hohen Stellenwert einer etablierten Untersuchungsmethode nochmals herausstellt. Danke an Kollegen Klingenheben! Exzellent und pointiert geschrieben!

Die klinische Diagnosestellung erfolgt in über 90% der Fälle aufgrund einer guten Anamnese und der akribischen körperlichen Untersuchung. Dazu gehört nach wie vor die Auskultation. Nicht nur in der Kardiologie, sondern in der gesamten klinischen Medizin und insbesondere auch in der Notfallmedizin!

Wer sich in die Thematik vertiefen will, empfehle ich folgendes Buch aus der JAMAevidence Reihe. The rational clinical examination. Ein absolutes Muss!

Das war´s für heute aus Nürnberg. Stay tuned and join again!

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3 Gedanken zu „Auskultation mit dem Stethoskop … Ein Auslaufmodell?

  1. Heute muß kein Arzt mehr eine Zuckererkrankung am Geschmack des Urins erkennen können. 😉 Irgendwann wird ähnliches für das Stetoskop gelten. Noch ist es aber nicht soweit. Dressierte Affe. reichen uns aber auch dann nicht, denn auch ein Ultraschallbild muß ausgewertet werden.

  2. Bei uns RA/Notfallsanitäter wird unter anderem in der Prüfung verlangt und nicht nur dort, das wir eine der Kontraindikationen von Nitratspray „hören“ können/sollten.
    -Herzklappenstenose-
    Nun da freut es mich (ironisch) das 50 % der Kardiologen auch ein „Problem“ damit haben mit dem Stethoskop umzugehen…
    Auskultieren bezieht sich ja in meinem Bereich meistens nur Pulmonal oder zur RR-Messung.
    Wie Ralf schon schreibt, da bin ich ja froh das es BZ-Geräte gibt :::)))

    Trotz aller Geräte-Medizin sollte man die „Basics“ nicht verlernen o. vergessen.

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