Interesting to Read – Überfüllung der Notaufnahmen

Guten Morgen. Die Diskussion über die Überfüllung von Notaufnahmen an Kliniken geht weiter. In Spiegel Online ist ein interessanter Artikel mit folgendem Titel erschienen:
Die Not der Notaufnahmen Stundenlanges Warten, schlecht gelauntes Personal, pöbelnde Patienten. Die Notaufnahmen in Deutschland sind überfüllt. Ändern könnten das: die Kranken selbst.

Dieser Artikel in Spiegel Online ist sicherlich u.a. mit angestoßen durch eine aktuelle Publikation der Berliner Arbeitsgruppe um J. Searle und M. Möckel (siehe hier). Wir haben darüber kurz berichtet.

Der zitierte Spiegel Artikel geht sehr detailliert auf verschiedene Ursachen der Überfüllung von Notaufnahmen ein. Einen kleinen Kommentar möchte ich mir dennoch erlauben: Wie soll ein Patient (=medizinischer Laie) selbst entscheiden können, ob er „ambulant“ oder „stationär“ sein wird … und kann er wirklich die komplexen Angebote der medizinischen Versorgung in Deutschland überblicken (bei der ich mich durchaus auch schwer tue ;-). Wäre es nicht eher sinnvoll, die Steueraufgabe von Notaufnahmen im Sinne einer besseren Strukturierung zu stärken (und damit auch adäquat zu finanzieren)? Denn Fakt ist: momentan funktioniert es nicht so richtig, und alle „leiden“.

Zusammenfassend beinhalten diese Vorschläge viel Theorie, die einfach schwierig sind, in der Praxis zu realisieren. Wäre es nicht einfach an der Zeit, über die gegenwärtige Struktur und Organisation der Versorgungsangebote zu diskutieren? Aktuell gibt es zu viele Verlierer: Ärzte, Pflegende, … und auch der Patient selbst. Eigentlich ist es doch schade, unsere Ressourcen in die politischen Diskussionen zu investieren, anstatt die eigentliche Aufgabe, die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen. Notfallmedizin ist spannend!

Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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