Literaturüberblick 2016 – Neuigkeiten aus der prähospitalen Notfallmedizin

Die erfolgreiche Therapie einiger Erkrankungen mit einem zeitkritischen Handlungsbedarf hängen wesentlich von der richtigen Weichenstellung und der sofortigen Therapie in der Präklinik ab. In einem spannenden Übersichtsartikel ….

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aus www.pixabay.de

… fassen Nable et al. im Am J Emerg Med wichtige Studien aus der prähospitalen Notfallmedizin aus dem Jahr 2016 zusammen. Kollegen der Notaufnahme sind gelegentlich mit den neuen STrategien der Prähospitalen Notfallmedizin nicht so vertraut, deshalb denke ich, dass dieser Artikel sehr lesenswert ist. Er fasst knapp und prägnant wichtige Entwicklungen im Bereich Trauma, Schlaganfall, Myokardinfarkt, OH-Cardiac Arrest, Sepsis und behavioural emergencies zusammen.

Was hat mich besonders angesprochen?
1) Es wird die Gabe von 4mg/kg KG Ketamin i.m. bei aggressiven/verhaltensauffälligen Patienten von Paramedics eingesetzt. Ein „Calm Down“ wird bereits nach 2min in der zitierten Studie erreicht. Gleichzeitig wird die Ketamin-Gabe in diesem Kontext als sicher erachtet. Sicherlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen, aber ich denke, dass der Ansatz klinisch gut anwendbar ist und die praktische Tätigkeit erleichtert. Originalpublikation hier (warum diese Arbeit aus 2014 ist, bleibt ungeklärt 😉

2) Spannend finde ich die zitierten Arbeiten zur Früherkennung von Sepsis im prähospitalen Umfeld. Die Messung von end-tidalem CO2 zeigt ganz erfolgversprechende Ergebnisse zur Identifizierung von Patienten mit schwerer Sepsis (Original hier), auch ein einfacher Early Warning Score erleichtert die Früherkennung von Sepsis Patienten (Original hier).

Zusammenfassend eine sehr gut gelungene Zusammenstellung wichtiger Arbeiten aus dem Bereich der Tracer-Diagnosen.

Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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