Über Dr. Martin Fandler

Notfallmedizinbegeisterter Arzt in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Nürnberg. Notarzt. Sprecher der DGINA "Young Emergency Doctors". Anhänger der #FOAM-Bewegung. Dozent und Kursdirektor bei www.notfallmedizinkurs.de

SMACC Berlin 2017 – Sondertickets

Die nächste SMACC-Konferenz findet vom 26.-29.06.2016 in Berlin statt! Eine Kombination aus internationaler Konferenz, hochkarätigen didaktischen Präsentationen und tollem Gemeinschaftsgefühl mitten im Herzen Europas! Wer die Konferenz noch nicht kennt, findet hier einen Großteil aller Vorträge kostenlos online – sehr empfehlenswert! (Dublin 2015; Chicago 2014; Australien 2013; Australien 2012)

Wie in den letzten Jahren waren auch diesmal beinahe alle Tickets binnen einer Stunde ausverkauft. Doch – es gibt eine Möglichkeit für deutschsprachige Teilnehmer, die „Ticketlotterie“ zu vermeiden!  Weiterlesen

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Für jeden Tag: Übersetzungs-Apps

Bei der Tätigkeit als Notfallmediziner – ob auf der Straße oder in der Notaufnahme – sind wir beinahe täglich mit Patientinnen oder Patienten konfrontiert, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist. Hier in Nürnberg sind neben anglo-amerikanischen Touristen besonders Türkisch, Russisch und Arabisch relevante Fremdsprachen.

Natürlich gibt es Dolmetscher, Angehörige oder Angestellte mit Fremdsprachenkenntnissen, die helfen können – am Klinikum Nürnberg haben wir sogar ein tolles Video-Dolmetsch-System.

Aber – machmal muss es auch schnell gehen oder die Umstände (z.b. in der Patientenwohnung) ermöglichen es nicht, einen Dolmetscher hinzuzuziehen. Hier helfen beispielsweise Apps – und ich möchte Ihnen ein paar der Besten vorstellen:

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Großschadenslage im Krankenhaus

Innerklinisches Management von Großschadenslagen

Mit dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse bekommt die innenklinische Versorgung von Verletzten nach Großschadenslagen einen zunehmenden Stellenwert. Hierbei sind nicht nur Lagen mit terroristischem Hintergrund zu bedenken, auch Unwetter oder Unfälle stellen eine besondere Herausforderung für die versorgenden Notaufnahmen der umliegenden Krankenhäuser dar.

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EuSEM Refresher Course 7 – Young Emergency Doctors

Die europäischen Young Emergency Medicine Doctors (YEMD) der Europäischen Notfallmedizingesellschaft (EuSEM) präsentieren den 7. EuSEM Refresher-Course.

Das spannende Thema des diesjährigen Kurses lautet „Updates and Pearls of Pediatric Emergency Medicine„, die Zielgruppe sind junge Notfallmediziner.

Unterrichtet von einer international bekannten Experten-Faculty findet der Kurs diesmal im „Mater Dei“ Krankenhaus in Malta statt.

Mehr Informationen zum Kurs finden sich unter refreshercourse.org und foam-europe.org.

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Pflege in der Notaufnahme – Umfrage 2016

Um ein breites Bild zu den Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal in der Notaufnahme zu haben hat die AG Pflege der DGINA bereits im Vorjahr eine sehr erfolgreiche Umfrage gestaltet.

Nun geht es in die nächste Runde – die Umfrage wurde optimiert und es wird spannend, wie sich die Bedingungen im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Über Unterstützung sind die Kolleginnen und Kollegen der AG-Pflege sehr dankbar.

Deshalb: Jetzt mitmachen! Umfrage beantworten und an alle Kolleginnen/Kollegen weiterleiten!

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Breaking News – Zusatzweiterbildung für Notfallmedizin in Deutschland

Nach langen Gesprächen zwischen Vertretern der Notfallmedizin (DGINA und DIVI) wurde eine Einigung erzielt – und ein gemeinsamer Vorschlag für eine Zusatzweiterbildung „Notfall- und Akutmedizin“ für Deutschland erstellt. Die Weiterbildung soll inhaltlich auf dem Curriculum der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EuSEM) basieren.

Aus meiner Sicht ist das ein großer Schritt für die Weiterentwicklung der klinischen Notfallmedizin in Deutschland. Mehr Informationen finden Sie in der offiziellen Medieninformation hier.

Was meinen Sie dazu? Die Diskussion ist eröffnet!

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Sepsis neu definiert – jetzt auch offiziell

Die SIRS-Kriterien und auch die aktuelle Auflage der Surviving Sepsis Guidelines waren schon einige Zeit in der Kritik (hierzu sei diese spannende Diskussion von einigen der weltberühmten „Sepsis-Gurus“ auf der SMACC-Konferenz empfohlen) – jetzt wurde die neue Sepsis Definition im JAMA veröffentlicht, konkret:

„The Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3)“

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Für alle Notfallmediziner…

… haben die Kollegen am Notfallzentrum der Universität Jena eine exklusive Neuigkeit im deutschen Sprachraum zu bieten: Der weltweit beste Notfallmedizin-Podcast, emRAP, bietet nun mit Tobias Becker und Christian Hohenstein auch eine deutschsprachige Edition an!

Eine uneingeschränkte Empfehlung -> hier klicken: emRAP German Edition (mit kostenloser Episode direkt auf der Website).

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Die Reanimationsleitlinien 2015 – was ist neu?

Heute wurden die neuen Reanimationsleitlinien 2015 des European Resuscitation Council (ERC) veröffentlicht.

Was hat sich also verändert?
Die kurze Antwort: Nichts dramatisches. Vielmehr wurden die 2010er Richtlinien um einige neue Erkenntnisse ergänzt und generell steht die Laien-Reanimation bzw. Ersthelfer im Fokus der Neuerungen, zudem es gibt eine neue Sektion zu Ethik.
Einige Neuerungen gibt es aber doch: Bei den „besonderen Umständen“ (Special Circumstances) wurden erstmals Empfehlungen zu traumatischem Kreislaufstillstand (inkl. der Empfehlung für die Notfall-Thorakotomie) herausgegeben, es gibt auch neue Algorithmen zu Hyperkaliämie und Lawinenunfall.

Ein erster Überblick über die Änderungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Basic Life Support:
  • Besonderer Fokus auf Laien-Reanimation und telefonische Anleitung zur CPR für Ersthelfer.
  • Kompressionen bleiben bei 30:2
Advanced Life Support:
  • Es bleibt bei: 30:2. Bei schockbarem Rhythmus Defibrillation und nach 3 nicht erfolgreichen Schocks Amiodaron sowie Adrenalin, dann ev. nochmal Amiodaron  sowie nach jedem 2. Zyklus Adrenalin. Bei nicht schockbarem Rhythmus Adrenalin so schnell wie möglich, dann nach jedem 2. Zyklus. Defi-Energien bleiben gleich.
  • Die Pausen während der Herzdruckmassage sollen noch stärker minimiert werden – maximal 5 Sekunden für Defibrillation (und Intubation).
  • Intubation soll nur von Personal mit Erfahrung durchgeführt werden, als Alternative supraglottische Atemwegshilfen (z.b. Larynxtubus/-maske). Auch hier (bei supraglott. Airways) soll anfangs eine kontinuierliche Herzdruckmassage durchgeführt werden, nur bei massivem Leak und inadäquater Ventilation Änderung auf 30:2.
  • Im Worst-Case sollte eine chirurgische Notfall-Koniotomie durchgeführt werden, Technik via Skalpell und keine Nadel-Koniotomie.
  • Eine kontinuierliche Kapnographie wird empfohlen – für Verifikation der Intubation und Kreislaufmonitoring – und dem schnellen Entdecken eines ROSC.

Medikamente (Update 15.10. 16:00)

  • Adrenalin: Same as 2010. 1mg alle 3-5 Minuten (= nach jedem 2. Zyklus).
  • Vasopressin: Wird nicht mehr empfohlen.
  • Steroide: Werden nicht routinemäßig empfohlen.
  • Amiodaron: Weiterhin 300mg nach dem dritten, nicht erfolgreichen Schock. Ebenso ist die Gabe von 150mg Amiodaron nach dem 5. nicht erfolgreichen Schock möglich. Bei instabiler Breitkomplextachykardie NACH 3maliger, erfolgloser Kardioversion: 300mg über 10-20 min, danach 900mg / 24h. Bei stabiler, rhythmischer Breitkomplextachy 300mg über 20-60min, danach 900mg / 24h.
  • Lidocain: Wenn Amiodaron nicht verfügbar ist nach dem dritten nicht erfolgreichen Schock 100mg (und danach 50mg-Boli bis zu max. 3mg/kg)
  • Magnesium: Wird nicht routinemäßig empfohlen. Ausnahme Torsades de Pointes – Tachykardie. Dann 2g / 10min.
  • Calcium: Gabe nur bei Hyperkaliämie, Hypocalciämie sowie Calciumkanalblocker-Überdosis.
  • NaBi: Wird nicht routinemäßig empfohlen (intrazelluläre Azidose!!). Ausnahmen: Lebensbedrohliche Hyperkaliämie, Kreislaufstillstand mit Hyperkaliämie und Trizyklika-Überdosis. Dann 50ml 8,4% NaBi.

Kreislaufstillstand unter besonderen Umständen

  • Hier gibt es eine neue Struktur nach den 4Hs und 4Ts (Hypoxie, Hypovolämie, Hypothermie, Hypo/Hyperkaliämie (Elyte); Trauma, Toxine, Thrombembolie, Tension (Spannungspneu)
  • Hypothermie: Externes Erwärmen (bzw. via warmen Infusionen) ist bei kreislaufstabilen Patienten bis 28°C möglich.
  • Intramuskuläres Adrenalin (0,5mg) ist weiterhin primäre Therapie bei der Anaphylaxie.
  • Es gibt einen neuen Algorithmus für Elektrolytengleisungen, speziell für Hyperkaliämie!
  • Es gibt einen neuen Algorithmus für traumatischen Kreislaufstillstand! Hier wird klar gelegt, dass bei Hypovolämie, Perikardtamponade und Spannungspneumothorax die externe Herzdruckmassage wahrscheinlich wenig hilfreich ist. Bei Blutung wird die Gabe von Tranexamsäure 1g, wenn möglich präklinisch, empfohlen. Ebenso wird beim traumatischen Arrest rasch die Durchführung einer beidseitigen Finger-Thoracostomie empfohlen, bei fehlendem Erfolg, entsprechender Erfahrung und penetrierendem Trauma (innerhalb von 10 Minuten) eine (Clamshell-)Thorakotomie. 
  • Ebenso gibt es einen neuen Algorithmus für Lawinenopfer.

Post-Reanimationsbehandlung:

  • Die Priorität für Post-CPR Herzkatheteruntersuchung bei Verdach auf kardiale Ursache wurde stärker betont.
  • „Targeted Temperature Management“ ist weiterhin wichtig, jedoch besteht auch die Möglichkeit nur auf 36°C zu kühlen, 32-34°C sind jedoch ebenso in Ordnung. Prioritär ist die Vermeidung von Fieber.
  • Es gibt nun einen breiten Algorithmus zur Prognose von Patienten mit überlebtem Kreislaufstillstand, zusätzlich Neuigkeiten für Rehabilitation.
Akutes Koronarsyndrom:
  • Die Gabe von Clopidogrel/Ticagrelor/Prasugrel bei STEMI kann präklinisch aber auch in der Notaufnahme erfolgen.
  • Die Gabe von Heparin kann präklinisch, aber auch innerklinisch in der Notaufnahme erfolgen. Alternativ statt unfraktioniertem Heparin ist auch niedermolekulares Heparin möglich.
  • ASS-Gabe 150-300mg p.o. oder i.v.
Bezüglich den neuen pädiatrischen und Neonaten-Richtlinien folgt ein separater Artikel.
Hier gibt’s die Richtlinien zum kostenlosen Download:
Außerdem findet auf der GRC-Website heute noch ein Livestream zu den Vorstellungs-Vorträgen statt.

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Junge Notfallmedizin in Köln

Heute ging die Jahrestagung der DGINA in Köln zu Ende – in ihrem 10. Jahr mit einem Besucherrekord. Für junge Notfallmedizinbegeisterte – ob aus dem Rettungsdienst, Pflege, Studierende oder junge Ärztinnen und Ärzte – war diesmal besonders viel geboten… Weiterlesen

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