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Blog des DGINA e.V. https://www.dgina.de/blog Notfall- und Akutmedizin in der Praxis Wed, 18 Jan 2017 04:43:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.6.1 Triage reloaded – Wie sinnvoll ist Telefontriage? https://www.dgina.de/blog/2017/01/18/triage-reloaded-wie-sinnvoll-ist-telefontriage/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/18/triage-reloaded-wie-sinnvoll-ist-telefontriage/#respond Wed, 18 Jan 2017 04:43:24 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2917 Weiterlesen ]]> Dauerbrenner Notfallversorgung in Deutschland: Nicht zuletzt die hohe Zahl der Patienten, die derzeit in den Notaufnahmen versorgt werden müssen, lässt immer wieder die Frage aufkommen, was könnte verändert werden … leider mahlen die Mühlen langsam, aber ….
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Vor kurzem wurde ich gefragt, was ich von „Telefontriage“ halten würde. Also, ein Patient ruft eine Nummer an und erhält entweder von einer ausgebildeten nicht-ärztlichen Kraft (MFA oder Pflegekraft) oder von einem Arzt eine verbindliche Empfehlung, wohin er mit seinen Beschwerden gehen sollte: Bereitschaftspraxis, oder doch Notaufnahme eines Krankenhauses.

Im ersten Moment musste ich schon schlucken: 1) Bei der Telefontriage sieht man den Patienten nicht, also sollte das Risiko falsch zu entscheiden, doch höher als beim direkten Patienten-Arzt Kontakt sein 2) und das beruhigt mich noch mehr, ich habe keine Ahnung ob Telefontriage schon systematisch untersucht wurde.

Nun, das Einfachste ist wirklich, sich auf PubMed mal die Treffer unter dem Suchbegriff „telephone Triage“ anzuschauen und es kommen erstaunliche Ergebnisse zu stande. U.a. eine exzellent durchgeführte Studie zur Telefontriage im „The Lancet“ (wirklich ein lesenswerter Einstieg in diese Materie):

1) Telefontriage wurde in anderen Ländern doch relativ intensiv untersucht. Es werden die Herausforderungen, aber auch die Vorteile beschrieben, die mit Telefontriage verknüpft sind (zur Übersicht hier).

2) Leider konnte ich nicht richtig nachvollziehen, ob es, ähnlich der „Nurse Driven Triage“ empfohlene Standards gibt. Vermutlich wird der Erfahrungsschatz von Ärzten oder Pflegenden genutzt, um hier zu möglichst treffsicheren Entscheidungen zu kommen.

3) Telefontriage führt tatsächlich zu einer Reduzierung der sofortigen Kontaktaufnahme im ambulanten Setting. Aber

4) Telefontriage hat auch Nebeneffekte: A) Im 30 Tage Follow-up nimmt die Zahl der Patienten zu, die ärztliche Hilfe aufsuchen. B) Die Kosten eines derartigen Systems sind vergleichbar den Kosten vor Etablierung eines derartigen Systems. C) Die Anzahl der Patienten, die Notaufnahmen kontaktieren, nimmt sogar zu. Zumindest zeigt dies eine englische Arbeit.

Zusammenfassend ist die Einführung einer Telefontriage wirklich ein interessanter Ansatz, die verschiedenen Sektoren der Notfallversorgung zusammenzuführen, Patientenwege zu steuern und eine Erleichterung zu schaffen. Es ist aus meiner Sicht aber auch wichtig, Modelle anderer Länder oder Systeme auf ihre Tauglichkeit in Deutschland zu überprüfen und eine Einführung derartiger Systeme zu begleiten und mögliche unerwünschte Wirkungen zu erfassen.

Hier findet sich auch noch ein interessanter Übersichtsartikel zum Thema Telefontriage.

Wirklich spannendes Thema. Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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Back to Basics – Non-Anion Gap Acidosis https://www.dgina.de/blog/2017/01/13/back-to-basics-non-anion-gap-acidosis/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/13/back-to-basics-non-anion-gap-acidosis/#respond Fri, 13 Jan 2017 04:28:29 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2909 Weiterlesen ]]> Über einen genialen Artikel zur Anion-Gap Acidose bin ich auf einen spannenden Artikel zur Non-Anionen Gap Acidose gestoßen … und stelle ganz schlicht für mich fest …
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Man muss sich doch immer wieder Zeit nehmen, die Basis unseres Handwerks mal wieder durchzuschauen. Also … Back to the Basics.

In einem wirklich didaktisch hervorragend geschriebenen Artikel von Rastegar et al. wird anhand eines Patientenfalles (Z.n. Ileostoma) auf die Differentialdiagnose der Non-Anion Gap Acidose eingegangen. Einen ersten Überblick über mögliche Ursachengibt folgende Abbildungen aus dem zitierten Artikel :
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Sehr differenziert gehen die Autoren auf die Physiologie und Biochemie der Non-Anion Gap Acidose ein und fassen den Artikel mit folgenden „Teaching Points“ zusammen:

  1. Die non-Anion Gap Acidose kann verschiedene Ursachen wie a) verminderte Säuresekretion, b) Verlust von Basen, oder Infusion von Chloridreichen Lösungen haben
  2. Detaillierte Anamnese, körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen der Elektrolyte sind essentiell
  3. Das Serum-Kalium ist entscheidend für Diagnosestellung bzw. die differentialdiagnostische Abklärung.
  4. Gastrointestinale Ursachen der non-AG Acidose können zu hohen oder niedrigen Kaliumwerten führen (hohe Ileostomie führt meist zu hohen Kaliumwerten)
  5. Die Abschätzung der renalen Ammonium-Exkretion ist für die Diagnosestellung wichtig, aber die Abschätzung der Ammoniumausscheidung ist selbst mit verschiedenen Limitationen assoziiert.

Zusammenfassend sollte sich jeder mal wieder mit diesen Basics der Elektrolytregulation beschäftigen. Ich muss ehrlich zugeben, dass man schon öfters in der Notfallversorgung mit derartigen Konstellationen zu tun hat … aber aufgrund der hohen Arbeitslast derartige Fälle zu wenig durchdenken kann.

Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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Mission completed – Heutiges Webinar „NowToGo“ erfolgreich gestartet https://www.dgina.de/blog/2017/01/12/mission-completed-heutiges-webinar-nowtogo-erfolgreich-gestartet/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/12/mission-completed-heutiges-webinar-nowtogo-erfolgreich-gestartet/#respond Thu, 12 Jan 2017 07:30:32 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2928 Weiterlesen ]]> Guten Morgen. Komme gerade vom heute gestarteten Online Webinar „NowToGo“. ….
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Absolut gelungen. Christian Wrede aus Berlin hat einen exzellenten Vortrag zum Thema „Dyspnoe“ gehalten. Er ist differenziert auf Möglichkeiten der Diagnostik, aber auch Therapie eingegangen. Eine Frage aus dem Rettungsdienst erkundigte sich nach dem Stellenwert der Nicht-invasiven Beatmung. Sicherlich Situationsabhängig, aber der Tenor war lieber einmal früher als zu spät.

Summa summarum eine äußerst gelungene Veranstaltung! Vom Inhalt, vom Format, von der Technik! Ich wünsche den Veranstaltern und natürlich auch uns allen, dass dieses Format zum Erfolg wird! Wird ein Marathon …. also, durchhalten 🙂

Für Newbies:
Man muss sich für das Seminar anmelden (hier ist der Link zur Homepage) und dann die Kursformate buchen (hier ist das Online Programm). Und dann muss man natürlich noch einige wenige technische Voraussetzungen erfüllen … aber das sollte bei modernen Laptops/PCs kein Problem sein!

WICHTIG: Es gibt keine Aufzeichnung der Veranstaltung! Also … dran bleiben und live schauen!

Wirklich toll gewesen! Das war´s heute nur kurz mit einem Feedback zum OnlineWebinar. Stay away from Problems today and join again!

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Notfallmedizin der Anderen Art – Stay tuned https://www.dgina.de/blog/2017/01/11/notfallmedizin-der-anderen-art-stay-tuned/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/11/notfallmedizin-der-anderen-art-stay-tuned/#respond Wed, 11 Jan 2017 13:12:19 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2913 Weiterlesen ]]> Gerne möchte ich Sie an den Start eines neuen notfallmedizinischen Fortbildungsformats erinnern:unbenannt

Morgen beginnt das Projekt von K. Jerusalem und M. Pin (Initiatoren) und vielen anderen Beteiligten online zu gehen. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, dabei zu sein! Wäre toll! Der Link zur Anmeldung/Veranstaltung finden Sie hier

Das war´s heut nur kurz aus Nürnberg! Stay away from Problems today and join again!

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Literaturüberblick 2016 – Neuigkeiten aus der prähospitalen Notfallmedizin https://www.dgina.de/blog/2017/01/09/literaturueberblick-2016-neuigkeiten-aus-der-praehospitalen-notfallmedizin/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/09/literaturueberblick-2016-neuigkeiten-aus-der-praehospitalen-notfallmedizin/#respond Mon, 09 Jan 2017 04:36:31 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2903 Weiterlesen ]]> Die erfolgreiche Therapie einiger Erkrankungen mit einem zeitkritischen Handlungsbedarf hängen wesentlich von der richtigen Weichenstellung und der sofortigen Therapie in der Präklinik ab. In einem spannenden Übersichtsartikel ….

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aus www.pixabay.de

… fassen Nable et al. im Am J Emerg Med wichtige Studien aus der prähospitalen Notfallmedizin aus dem Jahr 2016 zusammen. Kollegen der Notaufnahme sind gelegentlich mit den neuen STrategien der Prähospitalen Notfallmedizin nicht so vertraut, deshalb denke ich, dass dieser Artikel sehr lesenswert ist. Er fasst knapp und prägnant wichtige Entwicklungen im Bereich Trauma, Schlaganfall, Myokardinfarkt, OH-Cardiac Arrest, Sepsis und behavioural emergencies zusammen.

Was hat mich besonders angesprochen?
1) Es wird die Gabe von 4mg/kg KG Ketamin i.m. bei aggressiven/verhaltensauffälligen Patienten von Paramedics eingesetzt. Ein „Calm Down“ wird bereits nach 2min in der zitierten Studie erreicht. Gleichzeitig wird die Ketamin-Gabe in diesem Kontext als sicher erachtet. Sicherlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen, aber ich denke, dass der Ansatz klinisch gut anwendbar ist und die praktische Tätigkeit erleichtert. Originalpublikation hier (warum diese Arbeit aus 2014 ist, bleibt ungeklärt 😉

2) Spannend finde ich die zitierten Arbeiten zur Früherkennung von Sepsis im prähospitalen Umfeld. Die Messung von end-tidalem CO2 zeigt ganz erfolgversprechende Ergebnisse zur Identifizierung von Patienten mit schwerer Sepsis (Original hier), auch ein einfacher Early Warning Score erleichtert die Früherkennung von Sepsis Patienten (Original hier).

Zusammenfassend eine sehr gut gelungene Zusammenstellung wichtiger Arbeiten aus dem Bereich der Tracer-Diagnosen.

Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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Neue Online Fortbildung Notfallmedizin – NowToGo https://www.dgina.de/blog/2017/01/06/neue-online-fortbildung-notfallmedizin-nowtogo/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/06/neue-online-fortbildung-notfallmedizin-nowtogo/#respond Fri, 06 Jan 2017 10:50:52 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2899 Weiterlesen ]]> Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Jahr 2017 fängt gut an! Ich hatte diese Aktivität schon zu einem früheren Zeitpunkt avisiert: Am 12. Januar startet …

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…. die kostenlose Online Fortbildung:
NOW TO GO –
Online Fortbildung Notfall- und Akutmedizin

Dieses neue und für alle Berufsgruppen in der Notfallversorgung frei und kostenlos zugängliche Angebot richtet sich an alle, die sich regelmäßig zu aktuellen Themen der Notfall- und Akutmedizin fortbilden möchten. Es ist uns gelungen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen und wir danken den vielen hochrangigen Referenten, die uns hier ehrenamtlich unterstützen.

Ab dem 12.1.2017 wird der Donnerstag der NOW TO GO Tag sein, an dem es zu dienstplanfreundlichen Zeiten, jeweils von 7:30 Uhr bis 8:15 Uhr und von 20:00 Uhr bis 20:45 Uhr, ein interessantes Thema geben wird.

Sie können von überall her teilnehmen, wo Sie Zugang zum Internet haben. Ob von der Wache des Rettungsdienstes, vom Dienstzimmer auf Station, zuhause vom Sofa oder mobil, egal wo Sie sich gerade befinden.

Wir freuen uns schon heute auf unser erstes Thema am 12. Januar, „Leitsymptom Dyspnoe“ von Prof. Dr. Christian Wrede und hoffen, schon viele von Ihnen dort im virtuellen Vortragsraum zu begrüßen.

Über www.nowtogo.de ist ab sofort die Registrierung und Anmeldung zu den Vorträgen möglich.

Mit vielen Grüßen und den besten Wünschen für das neue Jahr!
Im Namen des NOW TO GO Teams
Martin Pin und Karen Jerusalem
(Projektleitung NOW TO GO)

NOW TO GO ist unabhängig und wird getragen durch das hohe Engagement einzelner und finanziert sich allein durch Spenden.

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Interesting to Read – Überfüllung der Notaufnahmen https://www.dgina.de/blog/2017/01/05/interesting-to-read-ueberfuellung-der-notaufnahmen/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/05/interesting-to-read-ueberfuellung-der-notaufnahmen/#respond Thu, 05 Jan 2017 05:13:40 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2897 Weiterlesen ]]> Guten Morgen. Die Diskussion über die Überfüllung von Notaufnahmen an Kliniken geht weiter. In Spiegel Online ist ein interessanter Artikel mit folgendem Titel erschienen:
Die Not der Notaufnahmen Stundenlanges Warten, schlecht gelauntes Personal, pöbelnde Patienten. Die Notaufnahmen in Deutschland sind überfüllt. Ändern könnten das: die Kranken selbst.

Dieser Artikel in Spiegel Online ist sicherlich u.a. mit angestoßen durch eine aktuelle Publikation der Berliner Arbeitsgruppe um J. Searle und M. Möckel (siehe hier). Wir haben darüber kurz berichtet.

Der zitierte Spiegel Artikel geht sehr detailliert auf verschiedene Ursachen der Überfüllung von Notaufnahmen ein. Einen kleinen Kommentar möchte ich mir dennoch erlauben: Wie soll ein Patient (=medizinischer Laie) selbst entscheiden können, ob er „ambulant“ oder „stationär“ sein wird … und kann er wirklich die komplexen Angebote der medizinischen Versorgung in Deutschland überblicken (bei der ich mich durchaus auch schwer tue ;-). Wäre es nicht eher sinnvoll, die Steueraufgabe von Notaufnahmen im Sinne einer besseren Strukturierung zu stärken (und damit auch adäquat zu finanzieren)? Denn Fakt ist: momentan funktioniert es nicht so richtig, und alle „leiden“.

Zusammenfassend beinhalten diese Vorschläge viel Theorie, die einfach schwierig sind, in der Praxis zu realisieren. Wäre es nicht einfach an der Zeit, über die gegenwärtige Struktur und Organisation der Versorgungsangebote zu diskutieren? Aktuell gibt es zu viele Verlierer: Ärzte, Pflegende, … und auch der Patient selbst. Eigentlich ist es doch schade, unsere Ressourcen in die politischen Diskussionen zu investieren, anstatt die eigentliche Aufgabe, die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen. Notfallmedizin ist spannend!

Das war´s mal wieder aus Nürnberg. Stay away from problems today and join again!

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Blick über den Zaun: Ist Aspirin obsolet? https://www.dgina.de/blog/2017/01/05/blick-ueber-den-zaun-ist-aspirin-obsolet/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/05/blick-ueber-den-zaun-ist-aspirin-obsolet/#respond Thu, 05 Jan 2017 04:26:09 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2884 Weiterlesen ]]> Die Behandlung von akut erkrankten Patienten wird immer komplexer. Im NEJM wurde nun eine interessante Studie zum Stellenwert der Triple-Therapie bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern und perkutaner Koronarintervention (PCI) publiziert.
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Bildreferenz: http://loadmedical.com/media/landingpages/Labordiagnostik/Labor-00076.jpg

Was sind die Hauptergebnisse der angesprochenen Studie? In einer randomisierten Studie mit 2124 Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern und Koronarintervention wurde untersucht, ob Rivaroxaban (NOAC) in Kombination mit einem oder zwei Plättchenhemmern ein besseres Sicherheitsprofil aufweist. Verglichen mit der „Standardtherapie“ von Vit-K Antagonisten sowie Aspirin und Clopidogrel, weist die Therapie mit Rivaroxaban 15mg und Clopidogrel eine signifikant niedrigere Blutungsrate auf (ODDs Ratio 059). Die Raten an Todesfällen aufgrund kardiovaskulärer Ursachen, Herzinfarktn oder Schlaganfällen waren in den drei untersuchten Gruppen vergleichbar. Zusammenfassend kann vermutlich bei dem klinischen Dilemma Vorliegen von Vorhofflimmern UND Koronarintervention auf Aspirin verzichtet werden.

Diese Studie versucht eine Antwort auf eine extrem wichtige klinische Fragestellung zu geben. Dies betrifft auch unsere Tätigkeit in der Notaufnahme, dennoch, diese Studienergebnisse geben uns noch nicht die erwarteten Antworten. Also, Vorsicht bei der Umsetzung in die klinische Praxis! Die Ergebnisse der nun vorgelegten Studie bestätigen zwar die Ergebnisse kleinerer Pilot- und Registerstudien. Trotzdem sollte man in der Versorgung betroffener Patienten auch weitere Aspekte beachten, die gut im begleitenden Editorial thematisiert sind:

1) Das Hauptziel der Studie war es, die Sicherheit dieses neuen Therapiekonzepts zu überprüfen. Letztendlich ist sie hypothesengenerierend, sie war nicht gepowert auf den möglichen Vorteil dieser neuen Therapie hinsichtlich kardiovaskulärer Endpunkte.
2) Gleichzeitig war die Studie nicht gepowert, um eine durch das Weglassen von Aspirin erwartete Erhöhung von Stent-Thrombosen von etwa 25% zu identifizieren. Auch hier müssten andere Studienergebnisse abgewartet werden, um eine verlässliche Aussage zu treffen.
3) Soweit ich die Einschlußkriterien der Studie richtig lese, wurden Patienten nach „ELEKTIVER“ Koronarintervention eingeschlossen. Inwieweit die Studienergebnisse auf Patienten übertragbar sind, die die Koronarintervention wegen eines akuten Infarktes/Koronarsyndroms erhalten haben, ist aus meiner Sicht unklar und lässt sich aus den Studienergebnissen nicht ableiten.
4) Auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf eine anti-plättchentherapie mit Prasugrel oder Ticagrelor ist unklar und keine Handlungsempfehlung aus dieser Studie ableitbar.

Was bleibt übrig für die tägliche Praxis? Zum einen ist wichtig, die verschiedenen Therapieoptionen bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern und in der Sekundärprophylaxe nach Stentimplantation zu kennen und bei Unsicherheit den verantwortlichen Interventionalisten zu kontaktieren. Die Therapie in dieser Fragestellung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, leider ist „One Size fits all“ nicht gültig.
Zum anderen ist bei dieser Fragestellung derzeit eine individualisierte Therapie abzuwägen, und diese ist von Patientenfaktoren, Stentdesign, Risikokonstellation des Vorhofflimmerns etc. abhängig. Auch hier wird nur die Rückfrage mit dem Spezialisten, idealerweise der für die Koronarintervention Verantwortliche, unabdingbar.

Schade. Die vorgestellte Studie ist spannend und die Ergebnisse sind wichtig. Aber, die Behandlung des individuellen Patienten wird nicht einfacher. Die enge Zusammenarbeit im Netzwerk ist eine mögliche Lösung, die ich präferiere.

Dies war´s für heute aus Nürnberg. Stay away from Problems today and join again!

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Picture of the Week …. https://www.dgina.de/blog/2017/01/03/picture-of-the-week/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/03/picture-of-the-week/#respond Tue, 03 Jan 2017 10:00:46 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2892 Weiterlesen ]]> Die Rubrik „Images in Clinical Medicine“ im New England Journal of Medicine ist zwischenzeitlich eine Institution. Vor längerem …
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hatte ich viele von Ihnen, einige auch persönlich, gebeten, Ihren Beitrag für die neue Rubrik „Klinischer Schnappschuss“ des Deutschen Ärzteblattes einzureichen. Es gab natürlich einige Enttäuschungen, da Vorschläge einiger Kollegen, die hochmotiviert waren, auch abgelehnt wurden, aber zwischenzeitlich hat sich die Rubrik etabliert. Auch Michael Bernhard aus Leipzig hat neulich in seinem Blog „News Papers“ das Thema der Klinische Schnappschüsse aufgegriffen. By the way, der Blog von Michael ist absolut exzellent und macht Mega-Spass! Und ist unglaublich inspirierend! Sollte man unbedingt in seine eigene Leseliste aufnehmen! Das ist mehr als einen „Like“ wert!

Zurück zur Rubrik „Klinischer Schnappschuss“: Aus meiner Sicht eine exzellente Gelegenheit die oft überraschenden und spannenden Bilder, die wir täglich in unserem Tätigkeitsfeld der Notfallmedizin sehen, an andere weiterzugeben. Schreiben Sie doch auch Ihren Beitrag und reichen ihn ein! Macht gar nicht so viel Arbeit! Hier geht es zur Seite der Online-Einreichung vom Deutschen Ärzteblatt.

Das war´s heute nur kurz in Form einer Werbung/Aufrufs. Stay away from Problems today and join again!

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2017 – Let your workers rebel! https://www.dgina.de/blog/2017/01/01/2017-let-your-workers-rebel/ https://www.dgina.de/blog/2017/01/01/2017-let-your-workers-rebel/#respond Sun, 01 Jan 2017 00:00:15 +0000 http://www.dgina.de/blog/?p=2880 Weiterlesen ]]> Ich wünsche Ihnen allen ein Gutes Neues Jahr! Das Neues Jahr beginnt ….
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Gerne nehme ich den Jahreswechsel zum Anlass, um eine wirklich lesenswerte Rubrik aus HBR.org Ihnen allen vorzustellen: „Let your workers rebel …“ Vielleicht ein guter Start zum Jahresbeginn?

Ziel der Serie, die in 2016 im HBR veröffentlicht wurde ist es, Non-Konformität als Chance für die Erneuerung von Unternehmen und Institutionen zu sehen. Ich glaube, dass hier durchaus einige Punkte auch auf die Notfallmedizin zutreffen.

Und wie schafft man diese Veränderung? Schauen Sie doch mal in das Buch „Das Pinguin-Prinzip„. Viele von Ihnen werde es kennen, aber gerade die Diskussion über die dargestellte Fabel unter uns Kollegen wird helfen, Veränderung erfolgreich zu begleiten und zu meistern.

Das war´s zum Jahresbeginn aus Nürnberg …. Stay away from Problems today and join again!

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