Merry Xmas and Wissensexplosion in der Medizin …. Blick über den Tellerrand

Die Weihnachtstage stehen vor der Tür! Ich wünsche Ihnen allen eine – trotz der anstehenden Arbeit – besinnliche Zeit im Kreis Ihrer Familien und Freunde! Erlauben Sie mir noch einen kurzen Ausflug ….
Paper and technology
(Zitiert von www.zukunftsinstitut.de)
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Evidenz in der Notfallmedizin und mehr

Liebe Kollegen. In Kürze wird in einem Meinungsbeitrag im Deutschen Ärzteblatt das Thema „Evidenz in der Notfallmedizin“ aufgegriffen. Der Artikel zeigt auf, dass wir selbst unseren Beitrag zu mehr Evidenz in der Medizin leisten müssen. Weiterlesen

DGINA-Jahreskongress steht vor der Tür…mit einem exzellenten Trailer!

Der exzellente Trailer, der ab heute für den Jahreskongress der DGINA wirbt macht deutlich, dass es bis dahin nicht mehr so lange hin ist und was uns in Hamburg erwartet…

Vom 07.11. bis 09.11. treffen sich Notfallmediziner aus ganz Deutschland und Europa zur Jahrestagung der DGINA in Hamburg. Notfallmedizin befindet sich im Aufbruch, eine Tatsache, die durch das Video wie ich finde sehr deutlich gemacht wird und welches gerade auch unsere jungen Kollegen ansprechen wird.

Wir hoffen im November möglichst viele von Ihnen/Euch in Hamburg treffen zu können, neben dem an sich inhaltlich schon exzellenten Kongressprogramm warten mit dem Facharztvorbereitungskurs nach EuSEM-Curriculum und dem SIM-CUP zwei weitere Highlights auf alle interessierten Kollegen.

Auch das Rahmenprogramm dürfte zu gefallen wissen. Hamburg ist immer eine Reise wert und es spricht vieles für einen exzellenten Kongress bei dem möglicherweise nach Jahren immer grösser werdender Resonanz vielleicht sogar erstmals die 1000-Teilnehmer-Marke geknackt werden könnte.

Sehen Sie sich das Video doch einmal an und teilen Sie es in ihrem medizinischen Bekanntenkreis.

Notfall- und Akutmedizin für Berufseinsteiger – Erster Kurs ausgebucht!

Das grosse Interesse vieler Berufsanfänger an klinischer Notfallmedizin hat die Assistentensektion der DGINA dazu gebracht die seit mehreren Jahren stattfindenden Summer und Winter Schools für Assistenzärzte um ein weiteres Format zu erweitern. Zugeschnitten auf Assistenten in den ersten zwei Berufsjahren und v.a. auch auf Studenten in den letzten klinischen Semestern haben wir eine Hands-On Programm erstellt, welches bereits jetzt, drei Monate vor Beginn ausgebucht ist.

Wir freuen uns auf ein Treffen in Stuttgart, mal sehen, vielleicht gibt es ja schon bald eine Wiederholung…?

Programm Berufseinsteiger Fortbildung Stuttgart

 

 

Live from EUSEM aus Antalya

Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass mit der Portierung der beiden, meines Wissens nach einzigen Blogs zur Notfallmedizin auf die offizielle Seite unserer repräsentierenden Gesellschaft das Thema webbasiertes Lernen noch populärer wird. Heute geht´s physisch nach Antalya ….
Der Kongress in Antalya ist ausserdem wieder ein guter Ausgangspunkt um untereinander in Kontakt zu treten, auch gerade auf innereuropäischer Ebene. Erfreulicherweise spielt zudem noch das Wetter mit und so scheint der Kongress eine wirklich gute Veranstaltung zu werden. Die Zahl der deutschen Delegierten ist allerdings noch ausbaufähig.
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Hot Topics Notfallmedizin – Reanimation und Coro

Wann soll ein Patient nach einer out-of-hospital Reanimation koronarangiographiert werden? Die Leitlinien empfehlen die Koronarangiographie, wenn ein konkreter Anhalt für einen akuten Verschluß eines Herzkranzgefäßes vorliegt. Aber wie machen sie dies praktisch? Ehrlich gesagt, ich finde dies regelmäßig ungeheuer schwierig. Die vorhandenen klinischen Zeichen und Untersuchungsergebnisse lassen nur eingeschränkt eine konklusive Entscheidungsfindung zu. Nach einer Reanimation ist nicht nur das EkG unspezifisch verändert.

Dieser Thematik geht eine Studie in Crit Care Med nach. 422 Reanimationen, die systematisch koronarangiographiert wurden, wurden post-hoc analysiert. 46% der Patienten hatten einen akuten Verschluß eines Herzkranzgefäßes.

Es ist erstaunlich: weder das Vorhandensein einer ST Elevation noch erhöhte Troponinspiegel nach Eintreffen im Krankenhaus unterstützen akkurat bei dieser Feagestellung. Klar, beide Untersuchungsgebnisse sind unabhängige Prädiktoren für einen akuten Verschluss dee Koronargefäße (und damit der Notwendigkeit der Koronarangiographie), aber klinisch anwendbar ist dies in dieser ex ante zu treffenden Entscheidung nur eingeschränkt.

Was bedeutet dies konkret?
Patienten, die auf Intensivstationen eingeliefert werden, die direkt einer aktiven invasiven Kardiologie angeschlossen sind, werden frühzeitig eine Koronarangiographie erhalten. In anderen Abteilungen wird dies mit Schwierigkeiten verbunden sein. Wie geht man bei Ihnen in der Klinik mit dieser Fragestellung um? Haben Sie sich diesbzgl schon konkrete Gedanken gemacht?

Geld ist nicht alles …. Notfallmediziner gehören zu den Glücklichen

Wir haben es schon immer gewusst:

„A special note on generalists: Family physicians, internists, general surgeons, pediatricians, and emergency medicine physicians tended to take fewer vacation days, have less money, and report poorer health than most other physician groups. Nevertheless, pediatricians and family and emergency medicine doctors rated themselves in the top 10 of the happiness scores.“

Und nun zu den unteren Zufriedenheitsskalen:

Am schlechtesten schliessen Gastroenterologen und Neurologen ab.

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, loggen Sie sich bei Medscape ein (kostenfrei) und lesen Sie: Viel Spass dabei!

Live aus München – Fortbildung in Notfallmedizin

Die Fahrt nach München zur Notfallmedizin-Fortbildungveranstaltung von Prof. Christoph Dodt in München Bogenhausen war bei diesem wunderschönen Sonnenwetter ein Genuss. Gute Unterhaltung und die Fahrt verflog wie im Sauseschritt. Im Vortragssaal angekommen, trifft man gleich die Kollegen aus den anderen Kliniken. Der Arbeitskreis Klinische Notfallmedizin Bayern hat sich zwischenzeitlich zu einer kleinen Familie entwickelt. Macht wirklich Spass, trotz der hohen Arbeitsbelastung muss man sich die Zeit dieser Zusammenkunft nehmen.

Und dann ist der Startschuss:

PD Dr Wehler beschäftigte sich mit dem infektiologischen Thema der Hautweichgewebsinfektionen (HWGI). Die diagnostischen Kriterien sind offensichtlich sehr schwammig, die möglichen Ursachen sind vielfältig, neben den bekannten Faktoren (Tierbiss, Verletzungen, etc.) sind auch weniger uns bekannte Faktoren wie der in der Beautyszene verwendete Loofah-Schwämme im Whirlpoll etc. beteiligt (Loofah Sponge Syndrome!):

Der Stellenwert der antiinfektiven Therapie bei HWGI ist bisher wenig valide untersucht. Eine entsprechende Metaanalyse ist ernüchternd.

Dies ist sehr erstaunlich, denn HWGI sind eine mit hoher Morbidität und Letalität assoziierte Erkrankungenen. Es bleibt deshalb nichts anderes übrig, als sich auf die Empfehlungen von der Paul-Ehrlich Gesellschaft zu verlassen, die sich an isolierte Erreger von HWGI orientiert.

Die Dauer der Gabe von Antiinfektiva orientiert sich an dem Schweregrad und der Art der Infektion. Dann stellt Markus noch eine hervorragende multizentrische Studie aus Deutschland vor. Die Kollegen konnten zeigen, dass die Gabe von Moxifloxacin der Gabe von PIP/Comp nicht unterlegen ist. Ein Behandlungserfolg war in 90% nachweisbar.

Dann wird nochmals die Gefährlichkeit von Katzenbissen trotz der banal aussehenden Wunden betont. Also aufpassen und handchirurgisch vorstellen!
Abschliessend stellt PD Dr. Wehler noch einen Algorithmus vor, wann in dieser Situation ein Patient stationär aufgenommen werden muss, und stellt nochmals die Alarmsymptome in den Vordergrund (inadäquater Schmerz bei eigentlich gering ausgeprägten Symptomen bei der Inspektion). In der Diskussion wird nochmals der hohe Stellenwert der chirurgischen Exploration aufgezeigt und kommuniziert.

Kollege Uwe Neddermeyer aus Rosenheim stellt einen spannenden Fall eines Patienten mit Leberabszessen nach einem oropharyngealen, aber adäquat behandelten Infekt vor. Auslöser war ein Streptokokkus intermedius Infekt, welcher in der Diagnostik während wiederholten Vorstellungen grosse Schwierigkeiten bereitet hat. Spannend und gut aufbereitet!

Dann kommt ein wie immer in hervorragender Weise ausgeführter Vortrag von Prof. Dodt zum Thema Sepsistherapie: Kill the Killers! Ein Ausflug in die Leitlinien der Sepsistherapie. Anhand eines praktischen Beispiels einer jungen Patientin mit Meningokokkensepsis geht Christoph auf die Probleme der Diagnostik ein und führt uns Zuhörer durch die Pathophysiologie der Sepsis und abgeleitete Therapieoptionen. Auch die Enttäuschungen der Sepsistherapie (aktiviertes Protein C, TNF Rezeptorantikörper etc.) …. Paradise Postponed! Kennt jemand diese amerikanische TV- Serie?

Eine mögliche Lösung ist die klar definierte, prozessorientierte Einleitung der wichtigen Säulen der Sepsitherapie: antibiotische Therapie, Volumengabe und Herdsanierung. Imtegriert ist dies in den Sepsisbundles der Surviving Sepsis Campaign. Christoph arbeitet auch nochmals die Bedeutung der Immunabwehr heraus: Ein Patient unter Immunsuppression wird nicht die üblichen Kriterien erfüllen. Also aufpassen und Immunsuppression erfragen!
In München gibt es Aktivitäten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes München mit den Notaufnahmen. Kollege Hess, der hier sehr aktiv ist, sagte mir, dass die Ausbildungsaktivitäten in Kürze beginnen. Wichtige Botschaft von C. Dodt: Die Sepsistherapie beginnt im Western Style: Erst schiessen, dann fragen 😉

Die weitere Veranstaltung setzt sich in qualitativ hochwertigen Vorträgen fort. Neben Übersichtsthemen zu multiresistenten Keimen bringen klinisch praxisnahe Fallbesprechungen viele Informationen an die Zuhörer. Laden Sie sich die Vorträge auf Ihren Rechner! Die Vortragsfolien werden in Kürze auf unserer Homepage eingestellt. Schauen Sie bei www.akn-b.de vorbei, es lohnt sich!