Periprozedurales Bridging – What to do with the patient on anticoagulants?

Vor kurzem wurde eine exzellente Studie zum Bridging der Antikoagulation im Rahmen von chirurgischen Eingriffen publiziert. Auch in Deutsch wurden die Ergebnisse dieser Studie z.B. im Blog WAIN’s diskutiert. Weiterlesen

Antagonisierung der Marcumar-Wirkung bei akuten Blutungen

Es präsentiert sich bei Ihnen in der Notaufnahme oder auf Intensivstation ein Patient, der akut blutet. Gleichzeitig steht er unter Therapie mit Marcumar und hat einen INR>1.5 …. Was tun?

Die Vorgehensweise dürfte unterschiedlich sein. Wir verwenden üblicherweise Prothrombin-Complex Präparat. Andere werden Fresh Frozen Plasma substitutieren. Nun, was tun? Gibt es dazu Originalarbeiten für die Vorgehensweise? Weiterlesen

Korrekte Einstellung der Antikoagulation mit Marcumar

Leute, die mich kennen, wissen, dass ich ein Fan von Standardisierung bin. Für mich bedeutet Standardisierung eine Arbeitserleichterung, selbstverständlich kann ein Standard bei entsprechenden Argumenten jederzeit „over-ruled“ werden.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit auf einen Standard hingewiesen, wie üblicherweise eine Überdosierung von Marcumar bearbeitet werden sollte. Nicht immer ist die Gabe von 10mg Vit K notwendig. Ganz im Gegenteil, eine dosierte und an dem STandard orientierte Vorgehensweise hilft, die indizierte Marcumarisierung rasch wieder im Zielbereich zu haben. Weiterlesen

Erhöhtes Risiko für Stürze – tatsächlich Grund genug, eine Antikoagulation vorzuenthalten?

In den letzten Jahren sind aufgrund neuer Einblicke zahlreiche Indikationen für eine therapeutische Antikoagulation erweitert worden. Denken wir nur an die aktuellen Empfehlungen zur Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern. Ein häufiger Grund, um eine orale Antikoagulation vorzuenthalten, wird darin gesehen, dass man bei einigen Patienten vermutet, dass es durch vermehrte Sturz/Fallneigung zu unerwünschten Blutungen im Rahmen einer oralen Antikoagulation kommen könnte. Offensichtlich erhalten nur etwa 60% von älteren Patienten die eigentlich indizierte Antikoagulation.

Wir wissen natürlich alle, dass das Risiko aufgrund einer vermehrten Sturzneigung zu bluten, als relativ niedrig einzuschätzen. Trotzdem wird vielen Patienten eine therapeutische Antikoagulation vorenthalten. Patienten mit Vorhofflimmern sind dadurch gefährdet, ischämische Schlaganfälle zu erleiden. Wie sieht dieses Risiko nun wirklich aus? Weiterlesen

Stopp der Antikoagulation – Schlaganfallrisiko erhöht

In einem interessanten Artikel in Medscape, der sich auf ein Webinar bezieht, wird nochmals auf die Problematik eingegangen, dass das Schlaganfallrisiko in den Wochen nach Absetzen von Antikoagulation bzw. Plättchenhemmender Therapie deutlich erhöht ist. Frühere Arbeiten in Stroke, die sich auf Klinikdatenbanken beziehen, haben dies bereits schon aufgezeigt.

Nun stellte Dr. Broderick von der Universität Cincinatti Datenanalysen der Rocket AF Studie (Warfarin vs. Rivaroxaban bei Patienten mit Vorhofflimmern) in einem Webinar vor. Und auch bei Rivaroxaban zeigen sich ähnliche Beobachtungen. Unmittelbar nach Absetzen der Medikation steigt das Schlaganfallrisiko relevant an.

Was sollen wir nun tun?
Das Absetzen der Antikoagulation führen wir ja meist durch, wenn Kurzprozeduren bzw. OPs durchgeführt werden müssen. Ehrlich gesagt, ich habe selbst dieses Risiko gefühlt unterschätzt, da ich eigentlich immer von dem beschriebenen Gesamtrisiko bei Vorhofflimmern ausgegangen bin (das über das Jahr verteilt irgendwie vertretbar ist). Bei der Erhöhung des Schlaganfallrisikos nach Absetzen der Antikoagulation ist dieses Risiko wie oben dargestellt relevant erhöht. Ein überbrückendes Behandeln mit z.B. Heparin bzw. LMWH ist deshalb empfehlenswert. Es gibt dazu wenige Daten, aber in Abhängigkeit von der klinischen Situation würde ich entweder eine therapeutische oder eine prophylaktische Antikoagulation wählen. Haben Sie andere Eerfahrungen?