Know your tools – Oxylog 3000

Eines der Standardequipmentteile in der Notaufnahme ist der Oxylog 3000, gegenwärtig wohl das beliebteste Notaufnahmebeatmungsgerät. Leider sind formale Einführungen in neue Geräte noch längst nicht ubiquitär die Regel und die eine oder andere Auffrischung kann sicher nie schaden, auch wenn man mal eine der seltenen Einführungen genossen hat. Insofern ist es nur ein logischer Schluss sich kurz einmal den wichtigsten Links zu diesem Thema zu widmen.

Wer eine nette Ersteinführung in das Gerät haben möchte wird hier fündig:

Darüber hinaus gibt es als zweiten Schritt den Online Simulator von Draeger wo man an allen Knöpfchen ein wenig rumspielen kann ohne das einem Patienten die Luft ausgeht:

Draeger Simulator für Oxylog 3000

Nun sollte man sich dringend noch die beiden Standard-Podcasts von EmCrit zu Beatmungsstrategien genehmigen. Unterschieden wird in zwei Strategien, einmal die Lung-protective Strategy (für alles andere) und einmal die Obstructive-Strategy (für exazerbierte COPD/ Asthma).

Dominating the Vent Part 1 und Dominating the Vent Part 2

Schlussendlich gibt es noch ein paar „Kochrezepte“ wie man die besten Ersteinstellungen findet, aufbauend auf den Podcasts von Scott Weingart.

Einmal für Pressure-controlled mode

und einmal für Volume-controlled mode

Wer dann noch weitere Infos in diesem Bereich sucht wird bei EmCrit und LITFL sicher noch zahlreiche andere interessante Links finden, viel Spass!

 

 

 

 

 

 

 

Mehr aus Antalya vom 7. EuSEM

Aufgrund von zwei persönlichen Terminen kann ich von den heutigen Kongressbeiträgen nur wenig berichten. Ich werde mich entsprechend erneut auf die für mich neuesten Erkenntnisse oder wichtigsten Wiederholungen der einzelnen Lectures beschränken.

Übrigens noch etwas für die interessierten Assistenten und auch Studenten: Auch die EuSEM hat eine sogenannte „Young Emergency Medicine Doctors Section„. In deren heutigen Veranstaltung ging es um ein für unsere Disziplin absolut essentielles Thema. Weiterlesen

Geben Sie systemisch Bronchospasmin bei akuter Exazerbation einer COPD

Diese Frage stelle ich mir schon seit längerem. Die Kollegen antworten nur immer mit …. „hilft extrem gut“, „es sind wirklich extrem positive Effekte“ nachweisbar etc. etc.

Nun, in der letzten Woche war ja die Jahrestagung der DGIIN in Köln. Nicht schlecht gewesen ….
… vor allem die „Afterwork Parties“ (oder nennt man das anders?) waren sagenhaft (Kennen Sie Ramsey Lewis? Nicht, dann schauen Sie doch mal, kommt gut in der entsprechenden Location)… aber das möchte ich hier nicht weiter ausführen (Smartphones und Photoapparate mussten vorher beim Chef abgegeben werden!). Wer mehr wissen will, geht einfach beim nächsten Mal selbst mit!

So, lassen Sie mich nun zum eigentlichen Thema zurückkehren: Habe mir einen sehr guten Vortrag zum Thema der inhalativen Verabreichung von Betamimetika angehört (2. Vertrag, Kollege Köhler aus der Klinik Klostergrafschaft). Die überzeugende Aussage des Referenten war, dass die Gabe von Beta2-Mimetika (also z.B. von Bronchospasmin) definitiv keine klinische Rolle spielen und zu einer Übersterblichkeit führen würde.

Kollege Köhler zeigt einzelne Möglichkeiten der inhalativen Gabe von beta2-Mimetika auf. Nebulizer und MDI (am besten mit Spacer) bieten offensichtlich gleich gute Effekte. Und vergessen Sie nicht, dass die Erhöhung des PEEPs insbesondere in der akuten Phase eine deutliche Besserung des Patienten herbeiführt (ein gutes Beatmungsgerät ist natürlich Gold wert, ich habe früher häufig die Patienten in eine 5mL Spritze (mit abgezogenem Stempel) exspirieren lassen.

Habe nun zu obigem Thema mit der systemischen Gabe von Beta2-Mimetika einige Zeit in PubMed gesucht … leider nichts Negatives, aber auch nichts Positives gefunden. Wenn Sie mehr darüber wissen, würde es mich sehr interessieren! Kommentieren Sie freizügig!

Eine sehr gute und praktisch relevante Übersicht zu dieser Thematik bietet die Zeitschrift „Evidence-based Emergency Medicine„. Ältere Ausgaben sind kostenlos downloadbar!

Augenblickliches Ergebnis: Hände weg von der systemischen Gabe von Beta2-Mimetika!