Volumenmanagement nach Reanimation bei kardiogenem Schock

Das Manuskript, das ich Ihnen hier vorstellen möchte, ist mir primär bei der Literatursuche „durch die Lappen“ gegangen. Danke an Dr. M. Baumgärtel, der sich seit Jahren bei uns mit der Thematik des Volumenmanagements beschäftigt!

Wie mache ich Volumenmanagement bei Patienten, die nach einer Reanimation eine therapeutische milde Hypothermie erhalten und einen kardiogenen Schock aufweisen? Sie werden natürlich sagen, das ist eine klinische Entscheidung oder ich steuere das Volumen anhand des zentralen Venendrucks. Insbesondere die letztgenannte Argumentation ist schwierig zu halten, zumal in zahlreichen Studien keine Korrelation zwischen intravaskulärem Volumen und ZVD gezeigt werden könnte. In Resuscitation ist eine sehr interessante und auch elegante Studie erschienen: Weiterlesen

Update – Akzidentielle Hypothermie

Guten Morgen! Heut ist ein typischer Novembertag und es wird zunehmend kälter. Der Winter steht vor der Tür.

Dazu passend ein Übersichtsartikel aus dem NEJM, in dem das Thema „Akzidentielle Hypothermie“ besprochen wird. Es gibt letztendlich zwei Formen der Hypothermie, die primäre (z.B. Unglück in der Kälte oder Betrunkener bleibt auf Strasse liegen und unterkühlt sich) und natürlich auch sekundäre Formen (z.B. OP im Krankenhaus, Gabe von kühlen Infusionslösungen etc.). Weiterlesen

Ein Evergreen – Kardiogener Schock

Der kardiogene Schock begleitet mich seit einigen Tagen: Angefangen bei einer aktuellen N Engl J Med Arbeit aus Deutschland (randomisiert, prospektive Multicenterstudie), in der überraschenderweise bei fast 600 Patienten gezeigt werden konnte, dass eine IABP bei Patienten mit kardiogenem Schock und umgehender Revaskularisierung keine Überlegenheit gegenüber der intensivmedizinischen Standardtherapie hat. Sehr überraschend …. und auch ernüchternd. Die Studie ist methodisch einwandfrei durchgeführt …. IABP ade, zumindest für diese Indikation. Weiterlesen

Resuscitation Science – The 5th link of the chain of survival

Chain of survival? Kennen Sie? Wirklich? Nun…

Sie kennen sicherlich die üblichen Abbildungen, die die aufeinanderfolgenden Schritte der Rettungskette bei plötzlichem Herztod beschreiben. Aber, wie Sie in der Abbildung erkennen, es sind nur 4 Ringe ….

Wenn Sie die aktuellen Leitlinien zur Reanimation durchlesen, werden Sie feststellen, dass zwischenzeitlich ein weiterer Ring, der 5. Ring der Reanimation propagiert wird (Postresuscitation Care). Nun, was gehört hier dazu? Auf dem EuSEM Meeting in Antalya hat W. Behringer aus Österreich, der zahlreiche Forschungsarbeiten zur Hypothermie mit dem Reanimationspapst Peter Safari gemacht hat, klare Statements zu diesem Konzept präsentiert:

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