Der Countdown läuft – DGINA Tagung startet diese Woche

Hallo. Es freut uns sehr, dass sogar Scott Weingart, New York, USA, unsere DGINA Tagung unterstützt. In seinem Kurzvideo stellt er kurz die Notfallmedizin in New York dar.

Die DGINA Jahrestagung startet am kommenden Donnerstag, 6.11.2014. Schwerpunktthemen werden sei: 1) Wie gehen Krankenhäuser mit Ebola um? 2) Optimierung der Qualität in der Notfallmedizinischen Versorgung 3) Finanzierung der Notfallmedizin.

Bereits am Mittwoch Abend, 19:00h, findet LIVE in der Meistersingerhalle  später als Webinar abrufbare Vorträge zum Thema „Reanimation“ statt. Prof. Fischer aus Göppingen und Dr. D. Marx (www.faktormens.ch) berichten aktuelles zum Thema! Stay tuned!!!!

Prognoseabschätzung nach Reanimation

Reanimation ist eines der Kernthemen unseres notfallmedizinischen Know Hows. Für die Zuordnung der Ressourcen wichtig ist es, die Prognose von betroffenen Patienten abzuschätzen, evtl. auch weitere Maßnahmen zu limitieren. Aus diesem Grund … Weiterlesen

Resuscitation Science – The 5th link of the chain of survival

Chain of survival? Kennen Sie? Wirklich? Nun…

Sie kennen sicherlich die üblichen Abbildungen, die die aufeinanderfolgenden Schritte der Rettungskette bei plötzlichem Herztod beschreiben. Aber, wie Sie in der Abbildung erkennen, es sind nur 4 Ringe ….

Wenn Sie die aktuellen Leitlinien zur Reanimation durchlesen, werden Sie feststellen, dass zwischenzeitlich ein weiterer Ring, der 5. Ring der Reanimation propagiert wird (Postresuscitation Care). Nun, was gehört hier dazu? Auf dem EuSEM Meeting in Antalya hat W. Behringer aus Österreich, der zahlreiche Forschungsarbeiten zur Hypothermie mit dem Reanimationspapst Peter Safari gemacht hat, klare Statements zu diesem Konzept präsentiert:

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Adrenalin bei REA – Wirklich sinnvoll?

Verzeihen Sie die Sendepause in den letzten Tagen. Ich war sehr eingebunden in die DGINA Jahrestagung in Berlin. Die Jahrestagung der DGINA hat wieder zugelegt. Sowohl inhaltlich als auch vom Veranstaltungsort top. Nun aber mal wieder etwas Inhaltliches.

In einer Session über aktuelle notfallmedizinische Publikationen berichtete U Kreimeier aus München über eine Metaanalyse, die den Stellenwert von Adrenalin gegenüber Placebo bei der out-of-hospital Reanimation untersuchte.
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Wie bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund der Ergebnisse einer retrospektiven Analyse berichtet, führt die Gabe von Adrenalin zu einem höheren Anteil von Patienten, die wieder einen spontanen Rhythmus aufweisen, aber im Follow-up zeigt sich, dass Adrenalin gegenüber Placebo keinen Vorteil aufweist. Auch Vasopressin bietet keine Vorteile (bzw. Nachteile) gegenüber Adrenalin und damit auch Placebo.
Kollege Kreimeier, der Mitglied in der Taskforce ALS des ERC ist, sagt, dass momentan keine Änderung an den Reanimationsempfehlungen erfolgen sollte. Trotzdem sind diese Ergebnisse erstaunlich und auch ernüchternd. Für die Kollegen der Präklinik gibt die Studie noch eine andere Botschaft: Wenn man einen Spontanrhythmus eines Patienten erreicht, bedeutet dies nicht, dass damit auch das Überleben gesichert ist. Manche seit langen Jahren praktizierten Vorgehensweisen müssen offensichtlich einer Prüfung unterzogen werden. Auch das Editorial ist lesenswert.

Kardiopulmonale Reanimation in der Klinik

Wie häufig diskutieren wir über gute Reanimationskurse, über das neue Ausbildungskonzept (z.B. der gute ACLS Kurs unserer Kemptener Kollegen) und dann wird aktuell in einem Beitrag diskutiert, dass über ein Drittel der Reanimationen in Kliniken vermieden werden könnten.


Woran liegt dies? Nun, die Reanimationssituation ist häufig von einer über mehrere Stunden andauernde Verschlechterung des Gesamtzustands des Patienten begleitet. Die Messung von Vitalparametern („Early Warning Score“) und das gerichtete ärztliche Handeln bei relevanter Abweichung dieser Parameter könnte so vermeiden, dass es zum Worst Case beim Patienten kommt.
Zumindest ist das die Schlussfolgerung einer britischen Untersuchungen, welche im Auftrag des NHS durchgeführt wurde: Nur etwa ein Viertel der untersuchten Fälle ist offensichtlich medizinisch einwandfrei gewesen. Entweder wurden bestimmte Parameter erst gar nicht erhoben bzw. dokumentiert, oder der nächste Schritt, einen erfahrenen ärztlichen Kollegen hinzu zu rufen ist unterblieben. Ja, und was man auch nicht unterschlagen darf: Es wurden auch Reanimationen bei Patienten durchgeführt, die sich explizit gegen eine Wiederbelebung ausgesprochen haben. 
Erkennen Sie bestimmte der beschriebenen Muster auch in Ihrer eigenen Umgebung? Machen Sie doch ein paar Vorschläge, wie wir hier unsere Professionalität weiter verbessern können.