Morphin bei akutem Myokardinfarkt. Ausgedient?

Am letzten Wochenende habe ich das Thromboseforum in Stuttgart besucht. Eine in Deutschland einzigartige Veranstaltung. Fachlich äußerst exzellent wurden vielfältige Themen der Thrombozytenhemmung und Antikoagulation beim komplexen kardiovaskulären Patienten besprochen. Weiterlesen

Neue Leitlinien zur Infarktabklärung ….

Vor kurzem hatten wir uns während der Morgenbesprechung über die Neuerungen der während des ESC Kongresses 2015 erschienenen Leitlinien zum NSTE-ACS ausgetauscht. Etwas überrascht war ich, Weiterlesen

Low-risk Chest Pain – Fortsetzung

Zunächst einmal Frage 1:

Es gibt KEINEN Hinweis für eine erhöhte Mortalität bei Patienten ohne Zeichen kardialer Dekompensation (die wir in der Konstellation sicher nicht entlassen), wenn diese nach Hause gehen (siehe Pope et al. Missed diagnoses of acute cardiac ischemia in the emergency department. N Engl J Med. 2000 Apr 20;342(16):113-70)

Ältere Studien die höheres Risiko suggerieren sind aus der Vor-hs-Trop Ära (d.h. damalige instablie AP´s wären nach heutigem Wissen NSTEMIs).

Zu Frage 2: Leider eignet sich ein Belastungs-EKG nicht um das bereits zuvor verschwindend geringe Risiko eines akuten Events weiter zu senken. Auch die Einschätzung einer Notwendigkeit einer PCI gelingt nicht ( Arch Intern Med. 2012 Jun 11;172(11):873-7), bei den durchgeführten invasiven Ansätzen zeigten sich zum Teil sogar höhere Moralitäten ( Cochrane Database Syst Rev. 2010 Mar 17;(3):CD004815).

Und nun? Es gibt an sich keine Gründe dafür diese Patientengruppe aufzunehmen und auch keine dafür statt einer Überwachung ein ambulantes Belastungs-EKG anzuordnen…

Zur letzten Frage: Die Umgangsweise mit Risiko bleibt kontrovers…

Wie sehen Sie dies?

Interaktive Diskussion: Low-risk Brustschmerz

Teilen Sie das Gefühl, dass zu viele Patienten mit niedrigem Risiko für ACS stationär aufgenommen werden? Tun Sie es trotzdem aus Furcht hierdurch eine üble Komplikation vermeiden zu können? All diese Entscheidungen dürften auf einer sehr dünnen Entscheidungsgrundlage basieren. In einer interessanten Diskussion auf EMRAP mit den Machern von SMART EM wird auf einige dieser Grundsätze eingegangen, auf denen unsere Entscheidungen fussen und es stellt sich heraus, dass diese oft vor Jahren unter gänzlich anderen Umständen entstanden sind… Weiterlesen

Interessante Infos zum Thema Myokardinfarkt bei Linksschenkelblock-Patienten

Im hinterlegten Artikel des J Am Coll Cardiology wird ein neuer Algorithmus zum Thema Vorgehen bei Patienten mit Linksschenkelblock und ACS-Klinik propagiert. Hintergrund ist die Tatsache, dass die bisherige Praxis hochfrequent eine Akut-Koro zu initialisieren (was nach meinem persönlichen Empfinden allerdings kaum noch jemand so macht) nicht den erwünschten Benefit bringt, mehr noch: oft gefährlich ist. Wie also kann in Zukunft stattdessen vorgegangen werden? Dies wurde in einem neuen Podcast-Beitrag von EMRAP diskutiert. Weiterlesen

Update – Routinemäßige Koro bei Out-of-Hospital Cardiac Arrest?

Vor kurzem hatte ich Ihnen über die 5. Chain of Survival bei Reanimation berichtet. Klar ist zwischenzeitlich, dass die Nachsorgephase nach Reanimation ebenso wichtig scheint, wie die eigentliche Reanimation etc. Nicht eine isolierte Maßnahme, sondern die Kombination mehrerer Maßnahmen führt zu positiven Effekten für die betroffenen Patienten.

Erwähnt hatte ich u.a. auch, dass offensichtlich eine frühzeitige Koronarangiographie bei Patienten nach „Out of Hospital Cardiac Arrest“ sinnvoll scheint. Diesem Thema widmet sich ein hervorragend geschriebenes Editorial in der Zeitschrift Nofall- und Rettungsmedizin. Weiterlesen

Prasugrel oder Clopidogrel bei konservativ behandelten Patienten mit non-STEMI

In den Leitlinien der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft werden neuere Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Prasugrel, Ticagrelor, etc.) bei Patienten mit STEMI und Patienten mit non-STEMI und bekannter Koronaranatomie und geplanter Intervention gegenüber Clopidogrel empfohlen. Rund 40-60 Prozent der Patienten mit non-STEMI werden jedoch keiner Revaskularisierung zugeführt. Wie ist hier der Stellenwert einer Therapie mit Prasugrel?

Dieser Frage widmet sich eine aktuelle Studie, welche im N Engl J Med publiziert wurde. Insgesamt wurden in der TRILOGY ACS Studie mehr als 9000 Patienten randomisiert auf eine Therapie mit Clopidogrel 75mg 1x/Tag vs. Prasugrel 10mg 1x/Tag bzw. Prasugrel 5mg 1x/Tag bei Patienten mit einem Körpergewicht <60kg bzw. Patienten >75 Jahre alt (Beobachtungszeit bis zu 30 Monate). Die Randomisierung fand innerhalb von 72 Stunden nach Vorstellung der Patienten in der Notaufnahme statt.  Weiterlesen

Notfallmedizin-Links: Dr- Smith´s ECG Blog

In der Rubrik Linktip beginne ich eine kleine Reise durch die von mir bevorzugten Web-Ressourcen der Notfallmedizin. Ich focussiere mich im Wesentlichen auf Inhalte der Klinischen Notfallmedizin, aber auch Freunde der Präklinik werden den einen oder anderen interessanten Link finden. Im Gegenzug zu der Linkserie auf meiner vorherigen Website www.nofame4u.de möchte ich die gewählten Links jeweils mit einem dort präsentierten inhaltlichen Beitrag verknüpfen.

Im gegenwärtigen Algorithmus zahlreicher Notaufnahmen zum ACS werden die Patienten, die mehrmalige negative hsTroponin-Werte zeigen oft stiefmütterlich behandelt. In den Zeiten vor hsTrop stürzten sich alle auf die STEMIs, heute focussieren wir uns auf die NSTEMIs, was aber ist mit den Anderen, die derzeit unter instabile AP verbucht werden?

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Reduzierung der Sterblichkeit bei STEMI

Sehr interesaant finde ich eine aktuelle Studie, die in JAMA publiziert wurde.

Die Autoren gehen der Sache nach, wie es bei Patienten mit STEMI zu einem Rückgang der Sterblichkeit gekommen ist: Die Perfektion der Reperfusiontherapie scheint hier eine große Rolle zu spielen. Weiterlesen