Sepsis reloaded – Originalarbeit aus einer deutschen Notaufnahme

Sepsis ist eine große Herausforderung. Je mehr wir uns in der Klinik mit dieser Thematik beschäftigen, um so mehr kommen wir zur Erkenntnis, dass wir wenig wissen. Insbesondere was die Identifikation der betroffenen Patienten und deren weitere Behandlung und Disposition angeht.

F. Geier aus unserer Gruppe hat ihre Masterarbeit nun erfolgreich publizieren können. Wesentlich Aussage der Arbeit ist, dass die Hochrisikopatienten in der Routineversorgung nicht richtig identifiziert werden. Ideal wäre den MEDS Score zu verwenden, um das Risiko der betroffenen Patienten richtig einzuschätzen (Calculator hier … auch als App runterzuladen). Und dann sollten betroffene Patienten auch in der entsprechenden Versorgungseinheit (Normalstation, IMC, ICU) betreut werden. Dies findet – nicht nur bei uns – nur unzureichend statt.

Würde mich freuen, wenn Sie das Thema kommentieren würden. Gerne können wir Ihnen auf persönliche Anfrage mehr Infos zukommen lassen.

„Health Care Associated Pneumonia“ – Gibt es bessere Risikostratifizierungs-Tools?

Vielfältig wurde das Konzept der „Health Care Associated Pneumonia“ (Definition siehe unten) eingeführt und diskutiert: Dies ist ein Patientenkollektiv, welches in höherem Ausmaß Antibiotika-resistente Keime aufweist.

Da diese Kriterien wenig spezifisch sind, führt der Einsatz eines Antibiotikums mit erweitertem Spektrum zu einer hohen Rate an „Überbehandlung“. Zu diesem Thema ist vor kurzem ein Artikel in Clin Infect Dis erschienen. Ein spannender Artikel mit einem kritischen Leserbrief , welcher aus meiner Sicht ebenfalls wichtige Aspekte vermittelt. Weiterlesen