Tranexamsäure – Schon überall implementiert?

In einem interessanten Artikel hinterfragt ein internationales Autorenteam, weshalb Tranexamsäure noch nicht umfassend für die Versorgung von Trauma-Patienten vorgehalten wird. Offensichtlich ist in der Britischen Armee sowie zwischenzeitlich auch im gesamten NHS die generisch verfügbare Substanz Tranexamsäure zur Behandlung von Traumapatienten eingesetzt. Tranexamsäure wurde in der mit öffentlichen Geldern geförderten CRASH-2 Studie wie folgt eingesetzt: 1g als Kurzinfusion über 10min, dann weitere 1g über 8 Stunden. Dadurch konnte die Sterblichkeit signifikant gesenkt werden! Weiterlesen

Trauma-Report: Tranexamsäure bei Traumapatienten

Tranexamsäure bei Patienten mit schwerem Trauma. Ich denke, dass viele von Ihnen die Substanz erfolgreich einsetzen. Was gibt es Neues?

Nun, im Septemberheft des BMJ werden weitere, prä-spezifizierte Analysen des großen CRASH-2 Trial vorgestellt. Über 13000 Traumapatienten wurden mit Tranexamsäure (1g in 10min, dann 1 g in 8 Stunden; divergierende Dosisangabe zum kürzlich vorgestellten Übersichtsartikel zur Fluid Resuscitation bei Traumapatienten!) oder Placebo behandelt.

Die therapeutische Hemmung der Fibrinolyse führt zu einem signifikanten Überlebensvorteil betroffener Patienten. Die Studienergebnisse sind in sich schlüssig, da sowohl Leicht wie Schwerstverletzte, als auch Patienten in unterschiedlichsten Risikoklassen von der Behandlung profitieren.

Begleitet wurde diese Publikation von einer Pressemitteilung im BMJ. Lesenswert.