Literaturüberblick 2016 – Neuigkeiten aus der prähospitalen Notfallmedizin

Die erfolgreiche Therapie einiger Erkrankungen mit einem zeitkritischen Handlungsbedarf hängen wesentlich von der richtigen Weichenstellung und der sofortigen Therapie in der Präklinik ab. In einem spannenden Übersichtsartikel ….

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Blutungsmanagement unter oraler Antikoagulation – Update

In den letzten Wochen wurden hochinteressante Daten zu spezifischen Antidots für die Antagonisierung der direkten oralen Antikoagulantien (DOACs: Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban, Edoxaban) im New England Journal of Medicine vorgestellt. Weiterlesen

Wann Bildgebung bei stumpfem Thoraxtrauma? Ein Exkurs …

Auf unserem Adventssymposium in der letzten Woche hat Prof. Kanz aus München in exzellenter Weise ein paar hochinteressante Studien zur Traumatologie vorgestellt. U.a. seine Ausführungen zur „NEXUS Chest Rule“ und der „NEXUS Chest CT Rule“ haben mich besonders beeindruckt: Weiterlesen

Schwindel und Stürze von älteren Notfallpatienten

Häufig stellen sich ältere Notfallpatienten in Notaufnahmen vor. Ein Sturz, der zu einem Trauma geführt hat, oder auch ein Stutz ohne Trauma, der weiter abgeklärt werden soll, stellen komplexe Herausforderungen für das Notfallteam dar. Weiterlesen

Ist die routinemäßige Anlage eines Stiff Neck bei Trauma sinnvoll?

Diese Frage habe ich bei einem unserer letzten Qualitätszirkel Notfallmedizin aufgeworfen und erntete allgemeines Kopfschütteln. Dieser „Internist“ mal wieder …. Weiterlesen

Tranexamsäure – Schon überall implementiert?

In einem interessanten Artikel hinterfragt ein internationales Autorenteam, weshalb Tranexamsäure noch nicht umfassend für die Versorgung von Trauma-Patienten vorgehalten wird. Offensichtlich ist in der Britischen Armee sowie zwischenzeitlich auch im gesamten NHS die generisch verfügbare Substanz Tranexamsäure zur Behandlung von Traumapatienten eingesetzt. Tranexamsäure wurde in der mit öffentlichen Geldern geförderten CRASH-2 Studie wie folgt eingesetzt: 1g als Kurzinfusion über 10min, dann weitere 1g über 8 Stunden. Dadurch konnte die Sterblichkeit signifikant gesenkt werden! Weiterlesen

Algorithmen in der Notfallmedizin

Auf einer Veranstaltung bei der Bayerischen Landesärztekammer habe ich Kollegen Kanz getroffen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Standardisierung in der Notfallmedizin. Es ist wirklich eine Freude, an seinem Wissen teilnehmen zu dürfen.

Seine Vorschläge sind absolut überzeugend, und wurden zwischenzeitlich – da Open-Source- auch an der Charite übernommen. Gerne möchte ich Sie auf folgenden, auch für die Rettungsmedizin spannenden Algorithmus „HWS-Verletzung“ hinweisen. Es muss nicht immer geröntgt werden. Unter bestimmten Situationen ist eine körperliche Untersuchung absolut ausreichend!

Und mehr zu Trauma-Algorithmen wissen möchte, schaut einfach auf die Hauptseite.

Viel Spass dabei!!!

Pro und Contra einer Sedierung mit Etomidate

Über den Verteiler von Kollegen Bernhard aus Leipzig bin ich auf diese interessante Arbeit zu Etomidate gekommen: „Pros and cons of etomidate„.

Viele von Ihnen werden natürlich sofort ausführen, weshalb Etomidate beim kritisch kranken Sepsispatienten nicht angewendet werden soll. In dem Artikel werden akribisch alle Für und Wider aufgeführt. Und dies ist sehr interessant …. denn es gibt keine adäquat gepowerte Studie die den Nachteil von Etomidate tatsächlich schlüssig zeigt! Weiterlesen

Trauma-Report: Tranexamsäure bei Traumapatienten

Tranexamsäure bei Patienten mit schwerem Trauma. Ich denke, dass viele von Ihnen die Substanz erfolgreich einsetzen. Was gibt es Neues?

Nun, im Septemberheft des BMJ werden weitere, prä-spezifizierte Analysen des großen CRASH-2 Trial vorgestellt. Über 13000 Traumapatienten wurden mit Tranexamsäure (1g in 10min, dann 1 g in 8 Stunden; divergierende Dosisangabe zum kürzlich vorgestellten Übersichtsartikel zur Fluid Resuscitation bei Traumapatienten!) oder Placebo behandelt.

Die therapeutische Hemmung der Fibrinolyse führt zu einem signifikanten Überlebensvorteil betroffener Patienten. Die Studienergebnisse sind in sich schlüssig, da sowohl Leicht wie Schwerstverletzte, als auch Patienten in unterschiedlichsten Risikoklassen von der Behandlung profitieren.

Begleitet wurde diese Publikation von einer Pressemitteilung im BMJ. Lesenswert.

Battle Sign – Hinweis für Schädelbasisfraktur

Bei Patienten mit Sturz auf den Kopf muss differentialdiagnostisch immer an eine Schädelbasisbruch gedacht werden. Neben einem Orbitahämatom, Liquorrhoe, Rhinorrhoe ist auch das ‚Battle Sign.‘ Hinweis für eine mögliche Schädelbasisfraktur.

Wie schaut dies aus? Schauen Sie sich Clinical Images der aktuellen NEJM Ausgabe an.

Nach diesem klinischen Zeichen muss man aktiv suchen!