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14. Jahrestagung der DGINA in Bremen holt alle an Bord

14. Jahrestagung der DGINA in Bremen holt alle an Bord

Bereits einen Tag vor der Eröffnung fanden im Rahmen des Kongresses ein ACLS-Kurs an der Mebino-Rettungsdienstfachschule Bremen und ein SIK-Kurs (Schwerstverletztenmanagement in der Klinik) am Klinikum Bremen-Nord statt. Der SIK-Kurs wurde aus bereits etablierten Formaten wie ATLS und Traumamanagement extra für die Notfallpflegenden in Deutschland entwickelt. Er fand so großen Anklang, dass einige Interessenten auf den Kurs im Februar am Bildungszentrum Schlump in Hamburg verwiesen werden mussten. Weitere Kurse – von Gipsen bis Notfallsonographie konnten dann am ersten Kongresstag besucht werden.
 
Unter dem Motto "Alle an Board" gestaltete zum ersten Mal die YOUNG-DGINA den Eröffnungstag des Kongresses – mit zahlreichen interaktiven Formaten und Live-Übertragungen der Vorträge via Youtube. Als besonderes Highlight lobten die Teilnehmer – bereits am ersten Tag waren es über 600 – ein Live-Thorakotomie auf der Bühne. Wer es verpasst hat, kann einige der Livestreams noch auf dem Youtube-Kanal der Nerdfallmedizin ansehen oder im Teilnehmerbereich der Kongress-Seite unter "Vorträge und Abstracts".
 
Sehr gut kamen bei den Teilnehmern auch die interaktiven Formate des ersten Tages an. So wurden auf der Bühne – statt eines Vortrags über häufige Intoxikationen – Anrufe bei einem Giftnotruf nachgespielt. Dabei erfuhren die Zuhörer unter anderem, welche Online-Tools hilfreich sein können, um Tabletten zu identifizieren, von denen Patienten nur die Farbe und Größe, nicht aber das Präparat angeben können (z.B. https://www.gelbe-liste.de/identa/results).
 
Der Tag endete mit einer Posterbegehung, in der die Ergebnisse von wissenschaftlichen Arbeiten exklusiv vorgestellt werden konnten. Gewonnen hat das Abstract „Der Übergabeprozess in der Zentralen Notaufnahme“ – eine prospektive, multizentrische Untersuchung von Ingo Gräff, Philipp Ehlers und Matthias Seidel aus Bonn.
 
Die Themen des wissenschaftlichen Programms am zweiten Kongresstag reichten von medizinischen Themen wie Schock oder Bauch- und Thoraxschmerz, über Qualifikation und Weiterbildung des Personals bis hin zu Patientensicherheit und Gewalt am Arbeitsplatz. Darüberhinaus gab es Vorträge zu Themen wie Migration und Gesundheit, Krankenhausalarmplanung oder Gendern.
 
Das Highlight des Tages war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Zukunft der Notfallversorgung. Die Podiumsteilnehmer erläuterten lebhaft und konstruktiv ihre Standpunkte zu Pflegepersonaluntergrenzen, zum GBA-Beschluss, zur stationären Notfallversorgung aber auch zu den INZs und den verschiedenen Triagesystemen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass man nicht die Patienten allein dafür verantwortlich machen könne, dass immer mehr Menschen die Notaufnahmen in Kliniken aufsuchen. Es liege auch an den Strukturen des Gesundheitswesens, die verändert werden müssten. „Die Patienten sind nicht der Grund für die Überlastung“, sagte DGINA-Präsident Martin Pin. Sie wüssten „oft ganz gut selbst, ob sie ernstlich krank sind oder nicht.“ Neben Pin saßen auf dem Podium Joachim Becker aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Gerals Gaß von der  DKG, Bernhardt Gibis von der KBV, Kerstin Brockhorst vom GKV Spitzenverband, Uwe Zimmer von der Bremer Krankenhausgesellschaft und Ilona Köster-Steinebach vom Aktionsbündnis Patientensicherheit. Eine Videoaufzeichnung der gesamten Diskussion wird demnächst von der DGINA veröffentlicht. Das aktuelle Positionspapier der DGINA zur Neuordnung der Notfallversorgung ist hier auf der Homepage zu finden.
 
Auch am dritten Tag waren alle Säle wieder voll. Zum Abschluss des Kongresses standen Themen wie die Rolle der Ökonomie in der Notfallmedizin oder Aspekte der Architektur in den Notaufnahmen im Mittelpunkt.
 
Insgesamt war der Kongress 2019 in Bremen ein voller Erfolg! Jetzt freut sich die DGINA schon auf ihren 15. Kongress, der von 11. bis 13. November 2020 in Wolfsburg stattfinden wird. Zentrales Thema wird dort die Digitalisierung in der Notfallmedizin sein. (Hinweis: 2020 beginnt die Jahrestagung bereits am Mittwochmittag – nicht am Donnerstag wie in den Vorjahren – und endet mit dem Gesellschaftsabend am Freitagabend.) 
 


Autor: Pressestelle
Abteilung: Pressestelle
Veröffentlicht: 18.12.2019



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14. Jahrestagung der DGINA in Bremen holt alle an Bord

Bereits einen Tag vor der Eröffnung fanden im Rahmen des Kongresses ein ACLS-Kurs an der Mebino-Rettungsdienstfachschule Bremen und ein SIK-Kurs (Schwerstverletztenmanagement in der Klinik) am Klinikum Bremen-Nord statt. Der SIK-Kurs wurde aus bereits etablierten Formaten wie ATLS und Traumamanagement extra für die Notfallpflegenden in Deutschland entwickelt. Er fand so großen Anklang, dass einige Interessenten auf den Kurs im Februar am Bildungszentrum Schlump in Hamburg verwiesen werden mussten. Weitere Kurse – von Gipsen bis Notfallsonographie konnten dann am ersten Kongresstag besucht werden.
 
Unter dem Motto "Alle an Board" gestaltete zum ersten Mal die YOUNG-DGINA den Eröffnungstag des Kongresses – mit zahlreichen interaktiven Formaten und Live-Übertragungen der Vorträge via Youtube. Als besonderes Highlight lobten die Teilnehmer – bereits am ersten Tag waren es über 600 – ein Live-Thorakotomie auf der Bühne. Wer es verpasst hat, kann einige der Livestreams noch auf dem Youtube-Kanal der Nerdfallmedizin ansehen oder im Teilnehmerbereich der Kongress-Seite unter "Vorträge und Abstracts".
 
Sehr gut kamen bei den Teilnehmern auch die interaktiven Formate des ersten Tages an. So wurden auf der Bühne – statt eines Vortrags über häufige Intoxikationen – Anrufe bei einem Giftnotruf nachgespielt. Dabei erfuhren die Zuhörer unter anderem, welche Online-Tools hilfreich sein können, um Tabletten zu identifizieren, von denen Patienten nur die Farbe und Größe, nicht aber das Präparat angeben können (z.B. https://www.gelbe-liste.de/identa/results).
 
Der Tag endete mit einer Posterbegehung, in der die Ergebnisse von wissenschaftlichen Arbeiten exklusiv vorgestellt werden konnten. Gewonnen hat das Abstract „Der Übergabeprozess in der Zentralen Notaufnahme“ – eine prospektive, multizentrische Untersuchung von Ingo Gräff, Philipp Ehlers und Matthias Seidel aus Bonn.
 
Die Themen des wissenschaftlichen Programms am zweiten Kongresstag reichten von medizinischen Themen wie Schock oder Bauch- und Thoraxschmerz, über Qualifikation und Weiterbildung des Personals bis hin zu Patientensicherheit und Gewalt am Arbeitsplatz. Darüberhinaus gab es Vorträge zu Themen wie Migration und Gesundheit, Krankenhausalarmplanung oder Gendern.
 
Das Highlight des Tages war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Zukunft der Notfallversorgung. Die Podiumsteilnehmer erläuterten lebhaft und konstruktiv ihre Standpunkte zu Pflegepersonaluntergrenzen, zum GBA-Beschluss, zur stationären Notfallversorgung aber auch zu den INZs und den verschiedenen Triagesystemen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass man nicht die Patienten allein dafür verantwortlich machen könne, dass immer mehr Menschen die Notaufnahmen in Kliniken aufsuchen. Es liege auch an den Strukturen des Gesundheitswesens, die verändert werden müssten. „Die Patienten sind nicht der Grund für die Überlastung“, sagte DGINA-Präsident Martin Pin. Sie wüssten „oft ganz gut selbst, ob sie ernstlich krank sind oder nicht.“ Neben Pin saßen auf dem Podium Joachim Becker aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Gerals Gaß von der  DKG, Bernhardt Gibis von der KBV, Kerstin Brockhorst vom GKV Spitzenverband, Uwe Zimmer von der Bremer Krankenhausgesellschaft und Ilona Köster-Steinebach vom Aktionsbündnis Patientensicherheit. Eine Videoaufzeichnung der gesamten Diskussion wird demnächst von der DGINA veröffentlicht. Das aktuelle Positionspapier der DGINA zur Neuordnung der Notfallversorgung ist hier auf der Homepage zu finden.
 
Auch am dritten Tag waren alle Säle wieder voll. Zum Abschluss des Kongresses standen Themen wie die Rolle der Ökonomie in der Notfallmedizin oder Aspekte der Architektur in den Notaufnahmen im Mittelpunkt.
 
Insgesamt war der Kongress 2019 in Bremen ein voller Erfolg! Jetzt freut sich die DGINA schon auf ihren 15. Kongress, der von 11. bis 13. November 2020 in Wolfsburg stattfinden wird. Zentrales Thema wird dort die Digitalisierung in der Notfallmedizin sein. (Hinweis: 2020 beginnt die Jahrestagung bereits am Mittwochmittag – nicht am Donnerstag wie in den Vorjahren – und endet mit dem Gesellschaftsabend am Freitagabend.) 
 

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