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Keine Gebühr für Notfallpatienten!

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung vorgeschlagene Gebühr in Höhe von 50 Euro für Notfallpatienten, die „keine echten“ Notfälle sind, wird von der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA e.V) strikt abgelehnt.

Viele Patienten können die Dringlichkeit ihrer Beschwerden nicht einschätzen, erklärt der Präsident der DGINA, Martin Pin. Die DGINA hat daher in Übereinstimmung mit allen notfallmedizinischen Fachgesellschaften definiert, dass Patienten, die sich als Notfall empfinden, zunächst einmal als ein solcher angesehen werden müssen.

Die Strafgebühr der KV werde dazu führen, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen in medizinischen Notsituationen nicht mehr in die Notaufnahmen gehen, erst einmal im Wartezimmer von KV-Ärzten sitzen und so lebenswichtige Zeit verlieren. Dass dies eine reale Gefahr ist, zeigten Studien aus den Niederlanden und Deutschland.

Viele Menschen ahnten sehr verlässlich, wenn eine bedrohliche Krankheit besteht und sollten weiter direkt in die Notfallzentren der Krankenhäuser gehen können, wo ihnen kompetent und sehr schnell geholfen werden kann. "Zur Sicherheit dieser Patienten muss von einer Patientensteuerung durch Gebühren abgesehen werden", sagt Pin. Eine Zwei-Klassen-Medizin, die Menschen mit geringerem Einkommen benachteiligt, hält er für unvorstellbar. "Notfallversorgung ist Daseinsfürsorge und der Zugang zu einer guten Notfallversorgung muss für jeden Menschen in einer gesundheitlichen Notsituation einfach und transparent möglich sein."


Autor: Dr. Caroline Mayer
Abteilung: Pressestelle
Veröffentlicht: 01.08.2018



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Viele Patienten können die Dringlichkeit ihrer Beschwerden nicht einschätzen, erklärt der Präsident der DGINA, Martin Pin. Die DGINA hat daher in Übereinstimmung mit allen notfallmedizinischen Fachgesellschaften definiert, dass Patienten, die sich als Notfall empfinden, zunächst einmal als ein solcher angesehen werden müssen.

Die Strafgebühr der KV werde dazu führen, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen in medizinischen Notsituationen nicht mehr in die Notaufnahmen gehen, erst einmal im Wartezimmer von KV-Ärzten sitzen und so lebenswichtige Zeit verlieren. Dass dies eine reale Gefahr ist, zeigten Studien aus den Niederlanden und Deutschland.

Viele Menschen ahnten sehr verlässlich, wenn eine bedrohliche Krankheit besteht und sollten weiter direkt in die Notfallzentren der Krankenhäuser gehen können, wo ihnen kompetent und sehr schnell geholfen werden kann. "Zur Sicherheit dieser Patienten muss von einer Patientensteuerung durch Gebühren abgesehen werden", sagt Pin. Eine Zwei-Klassen-Medizin, die Menschen mit geringerem Einkommen benachteiligt, hält er für unvorstellbar. "Notfallversorgung ist Daseinsfürsorge und der Zugang zu einer guten Notfallversorgung muss für jeden Menschen in einer gesundheitlichen Notsituation einfach und transparent möglich sein."

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