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Neue Perspektiven und spannende Einblicke: Ausblick auf den Kongress der EuSEM 2016 in Wien

Vom 1. bis 5. Oktober 2016 werden rund 2.500 Mediziner und Pflegende aus ganz Europa zum Kongress der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EuSEM) in der Wiener Hofburg erwartet. Ausgerichtet wird die Veranstaltung gemeinsam von der DGINA, der Österreichischen Vereinigung für Notfallmedizin (AAEM) sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR). Im Interview gibt der wissenschaftliche Kongressorganisator der DGINA, Prof. Dr. Harald Dormann, einen ersten Einblick und verrät, was Teilnehmende erwartet.


Mit ihrer Jahrestagung in Köln hat die DGINA im vergangenen Jahr neue Maßstäbe gesetzt. Jetzt ist sie Mitveranstalter des des EuSEM-Kongresses in Wien. Was versprechen Sie sich von der Kooperation mit den anderen Fachgesellschaften? 
Dormann: Die deutschsprachigen Länder haben in der Entwicklung der Notfallmedizin gemeinsame Wurzeln und eine ähnliche Kultur. Dennoch gibt es auch deutliche Unterschiede. Die gemeinsamen Symposien und weiteren Diskussionsformate werden jeweils mit Vertretern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besetzt sein. Das eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht spannende Einblicke in die national unterschiedlichen Lösungen für die gleiche Problemstellung. Einen besonderen Reiz macht darüber hinaus aus, dass die diskutierten Fragestellungen zusätzlich in den europäischen Kontext eingebettet werden. 

Was ist das Besondere an dem Kongress? 
Prof. Dr. Harald Dormann: In Wien veranstalten die drei notfallmedizinischen Fachgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum erstmals gemeinsam eine Veranstaltung. Parallel zum englischsprachigen Programm wird es dabei durchgängig einen Kongress-Track in deutscher Sprache geben. Dieser findet im Zeremoniensaal statt, dem prunkvollsten Saal in der Hofburg, und deckt thematisch die relevanten Themen aus deutscher Sicht ab. Darüber hinaus finden im Vorfeld des wissenschaftlichen Programmes am 1. und 2. Oktober halb- und ganztägige Workshops statt – ebenfalls auf Deutsch, aber auch in Englisch. Der deutschsprachige Programmteil umfasst etwa Workshops zur Triage nach ESI, zur Führungs- und Prozesskompetenz in einer Notaufnahme oder zu Ethik in der Notfallmedizin, ebenso wie einen Gips- und Castkurs, Schockraummanagement für Pflegende oder EKG-Basiskenntnisse für Pflege- und Rettungsdienstpersonal aus Notaufnahmen. 


Das Kongressprogramm ist sehr umfangreich. Welche Schwerpunkte werden gesetzt? Was sind die fachlichen Highlights?
 
Dormann: Ein zentrales Thema des Kongresses wird in diesem Jahr die Qualität der medizinischen Notfallversorgung sein. Ziel ist es, die verschiedenen Aspekte, Initiativen und Standards in Europa zu hinterfragen und öffentlich zu diskutieren, um die aktuelle Qualitätsdebatte weiter voranzutreiben. Untrennbar mit der medizinischen Versorgungsqualität verbunden ist das Thema Personal. Deshalb sind die Personalgewinnung und -bindung, die Aus- und Weiterbildung sowie die Entwicklung von Führungs- und Managementkompetenzen weitere wichtige Fragestellungen des Kongresses. Neben dem wissenschaftlichen Programm für Mediziner sind eigene Programmteile für die Bereiche Pflege, Präklinik/Notarztwesen sowie Gesundheits- und Berufspolitik geplant. Im Journal Club werden aktuelle notfall- und akutmedizinische Themen der einschlägigen Fachliteratur überblicksartig dargestellt und diskutiert. Es gibt eine eigene Vortragsreihe über pädiatrische Notfälle, ein Track wird von den europäischen Notfallpflegekräften gestaltet, die Katastrophenmediziner betrachten die Terroranschläge in Brüssel und Paris und State-of-the-Art-Lectures decken letztlich alle notfallmedizinisch relevanten Themen ab. Das komplette Programm wird in den nächsten Tagen auf der Kongresshomepage www.eusemcongress.org veröffentlicht. 

Wird es auch wieder ein eigenes Programm für den Nachwuchs geben? 
Dormann: Die DGINA-Jahrestagungen und die Kongresse der EuSEM sind echte Meetingpoints für die jungen Kolleginnen und Kollegen der Notfallmedizin. Die »Young EM Doctors Section« der EuSEM hat auch in diesem Jahr wieder ein spannendes Programm für Studierende, PJler und Assistenzärzte zusammengestellt. Der Spirit der Notfallmedizin wird dabei durch ausgewählte exzellente, motivierende Rednerinnen und Redner vermittelt. Passenderweise finden die Veranstaltungen im Rittersaal der Hofburg statt. Hier wird es während des gesamten Kongresses durchgehend parallel deutsch- und englischsprachige Symposien, Diskussionsforen und Workshops geben, die den Nachwuchs bei ihrem Start in die Notfall- und Akutmedizin unterstützen – ein echtes Highlight und garantiert »Generation Y«-tauglich!


Autor: Marten Scheibel
Abteilung: Pressestelle
Veröffentlicht: 17.11.2016



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Mit ihrer Jahrestagung in Köln hat die DGINA im vergangenen Jahr neue Maßstäbe gesetzt. Jetzt ist sie Mitveranstalter des des EuSEM-Kongresses in Wien. Was versprechen Sie sich von der Kooperation mit den anderen Fachgesellschaften? 
Dormann: Die deutschsprachigen Länder haben in der Entwicklung der Notfallmedizin gemeinsame Wurzeln und eine ähnliche Kultur. Dennoch gibt es auch deutliche Unterschiede. Die gemeinsamen Symposien und weiteren Diskussionsformate werden jeweils mit Vertretern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besetzt sein. Das eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht spannende Einblicke in die national unterschiedlichen Lösungen für die gleiche Problemstellung. Einen besonderen Reiz macht darüber hinaus aus, dass die diskutierten Fragestellungen zusätzlich in den europäischen Kontext eingebettet werden. 

Was ist das Besondere an dem Kongress? 
Prof. Dr. Harald Dormann: In Wien veranstalten die drei notfallmedizinischen Fachgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum erstmals gemeinsam eine Veranstaltung. Parallel zum englischsprachigen Programm wird es dabei durchgängig einen Kongress-Track in deutscher Sprache geben. Dieser findet im Zeremoniensaal statt, dem prunkvollsten Saal in der Hofburg, und deckt thematisch die relevanten Themen aus deutscher Sicht ab. Darüber hinaus finden im Vorfeld des wissenschaftlichen Programmes am 1. und 2. Oktober halb- und ganztägige Workshops statt – ebenfalls auf Deutsch, aber auch in Englisch. Der deutschsprachige Programmteil umfasst etwa Workshops zur Triage nach ESI, zur Führungs- und Prozesskompetenz in einer Notaufnahme oder zu Ethik in der Notfallmedizin, ebenso wie einen Gips- und Castkurs, Schockraummanagement für Pflegende oder EKG-Basiskenntnisse für Pflege- und Rettungsdienstpersonal aus Notaufnahmen. 


Das Kongressprogramm ist sehr umfangreich. Welche Schwerpunkte werden gesetzt? Was sind die fachlichen Highlights?
 
Dormann: Ein zentrales Thema des Kongresses wird in diesem Jahr die Qualität der medizinischen Notfallversorgung sein. Ziel ist es, die verschiedenen Aspekte, Initiativen und Standards in Europa zu hinterfragen und öffentlich zu diskutieren, um die aktuelle Qualitätsdebatte weiter voranzutreiben. Untrennbar mit der medizinischen Versorgungsqualität verbunden ist das Thema Personal. Deshalb sind die Personalgewinnung und -bindung, die Aus- und Weiterbildung sowie die Entwicklung von Führungs- und Managementkompetenzen weitere wichtige Fragestellungen des Kongresses. Neben dem wissenschaftlichen Programm für Mediziner sind eigene Programmteile für die Bereiche Pflege, Präklinik/Notarztwesen sowie Gesundheits- und Berufspolitik geplant. Im Journal Club werden aktuelle notfall- und akutmedizinische Themen der einschlägigen Fachliteratur überblicksartig dargestellt und diskutiert. Es gibt eine eigene Vortragsreihe über pädiatrische Notfälle, ein Track wird von den europäischen Notfallpflegekräften gestaltet, die Katastrophenmediziner betrachten die Terroranschläge in Brüssel und Paris und State-of-the-Art-Lectures decken letztlich alle notfallmedizinisch relevanten Themen ab. Das komplette Programm wird in den nächsten Tagen auf der Kongresshomepage www.eusemcongress.org veröffentlicht. 

Wird es auch wieder ein eigenes Programm für den Nachwuchs geben? 
Dormann: Die DGINA-Jahrestagungen und die Kongresse der EuSEM sind echte Meetingpoints für die jungen Kolleginnen und Kollegen der Notfallmedizin. Die »Young EM Doctors Section« der EuSEM hat auch in diesem Jahr wieder ein spannendes Programm für Studierende, PJler und Assistenzärzte zusammengestellt. Der Spirit der Notfallmedizin wird dabei durch ausgewählte exzellente, motivierende Rednerinnen und Redner vermittelt. Passenderweise finden die Veranstaltungen im Rittersaal der Hofburg statt. Hier wird es während des gesamten Kongresses durchgehend parallel deutsch- und englischsprachige Symposien, Diskussionsforen und Workshops geben, die den Nachwuchs bei ihrem Start in die Notfall- und Akutmedizin unterstützen – ein echtes Highlight und garantiert »Generation Y«-tauglich!

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