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Pressemitteilung: „Notfälle gehören schnellstmöglich in die Notaufnahme!“

Notfallmediziner vermuten, dass derzeit viele Menschen aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei Beschwerden lieber zuhause bleiben.

Möglicherweise auch bei schweren Symptomen, die auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hindeuten können. Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) warnt daher jetzt davor, zu spät den Notruf zu wählen und deswegen möglicherweise wertvolle Zeit zu verlieren.

„Es geht nicht nur um die jetzt häufig genannten Herzinfarkte und Schlaganfälle, die möglicherweise zu spät erkannt werden. Auch eine Blinddarmentzündung, die anfangs noch einfach zu behandeln ist, kann zu einem lebensbedrohlichen Blinddarmdurchbruch werden, wenn man zu lange wartet!“, sagt DGINA-Vorstandsmitglied Dr. Daniel Kiefl, Leiter der Notaufnahme in Offenbach.
 
„Wir sagen: Kommt im Notfall zu uns, wir können euch versorgen! Der Slogan ‚Bleib zuhause‘ gilt niemals für Notfälle“, sagt Dr. Daniel Kiefl.

Die Notaufnahmen sind in der aktuellen Situation bestmöglich vorbereitet: Um Nicht-Infizierte zu schützen, werden positiv auf SARS-CoV-2 Getestete und Verdachtsfälle frühzeitig isoliert und in abgetrennten Bereichen behandelt. Die Klinikmitarbeiter tragen Mundschutz und Schutzkleidung, Wartebereiche wurden voneinander getrennt. „Jemand, der sich beim Joggen den Knöchel verdreht hat kommt sofort in den `Nicht-Covid-Bereich´“, berichtet auch Prof. Dr. Christoph Dodt, Chefarzt der Notaufnahme München Bogenhausen.
 
Martin Pin, Präsident der DGINA erklärt: „Menschen, die leichte Beschwerden haben, sollten zunächst ihren Hausarzt oder die 116117 anrufen. Bei starken Beschwerden sollten sie jedoch nicht zögern die 112 anzurufen oder direkt in die Notaufnahme zu kommen.“ Doch wie kann man leichte von starken Beschwerden unterscheiden? „Wichtig ist grundsätzlich, seinen Körper zu kennen und in sich hinein zu spüren, wie krank man sich fühlt. Wenn die Schmerzen vernichtend stark sind, man diese noch nie gespürt hat und sich zudem allgemein körperlich schlecht fühlt, sind das Alarmsignale, die man abklären lassen muss. Erste Anzeichen für eine ernste Erkrankung zeigen sich auch oft durch starke Schmerzen, Herzrasen, Kreislaufschwäche, Ohnmacht, Schwindel aber auch Luftnot“, konkretisiert Pin.
 
Daher raten Notfall-Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte der DGINA dringend dazu, bei akuten Beschwerden Arztbesuche nicht aufzuschieben. Die Notaufnahmen sind für Notfälle da - auch in Zeiten der Corona-Pandemie.


Autor: Pressestelle
Abteilung: Pressestelle
Veröffentlicht: 21.04.2020



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Notfallmediziner vermuten, dass derzeit viele Menschen aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei Beschwerden lieber zuhause bleiben.

Möglicherweise auch bei schweren Symptomen, die auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hindeuten können. Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) warnt daher jetzt davor, zu spät den Notruf zu wählen und deswegen möglicherweise wertvolle Zeit zu verlieren.

„Es geht nicht nur um die jetzt häufig genannten Herzinfarkte und Schlaganfälle, die möglicherweise zu spät erkannt werden. Auch eine Blinddarmentzündung, die anfangs noch einfach zu behandeln ist, kann zu einem lebensbedrohlichen Blinddarmdurchbruch werden, wenn man zu lange wartet!“, sagt DGINA-Vorstandsmitglied Dr. Daniel Kiefl, Leiter der Notaufnahme in Offenbach.
 
„Wir sagen: Kommt im Notfall zu uns, wir können euch versorgen! Der Slogan ‚Bleib zuhause‘ gilt niemals für Notfälle“, sagt Dr. Daniel Kiefl.

Die Notaufnahmen sind in der aktuellen Situation bestmöglich vorbereitet: Um Nicht-Infizierte zu schützen, werden positiv auf SARS-CoV-2 Getestete und Verdachtsfälle frühzeitig isoliert und in abgetrennten Bereichen behandelt. Die Klinikmitarbeiter tragen Mundschutz und Schutzkleidung, Wartebereiche wurden voneinander getrennt. „Jemand, der sich beim Joggen den Knöchel verdreht hat kommt sofort in den `Nicht-Covid-Bereich´“, berichtet auch Prof. Dr. Christoph Dodt, Chefarzt der Notaufnahme München Bogenhausen.
 
Martin Pin, Präsident der DGINA erklärt: „Menschen, die leichte Beschwerden haben, sollten zunächst ihren Hausarzt oder die 116117 anrufen. Bei starken Beschwerden sollten sie jedoch nicht zögern die 112 anzurufen oder direkt in die Notaufnahme zu kommen.“ Doch wie kann man leichte von starken Beschwerden unterscheiden? „Wichtig ist grundsätzlich, seinen Körper zu kennen und in sich hinein zu spüren, wie krank man sich fühlt. Wenn die Schmerzen vernichtend stark sind, man diese noch nie gespürt hat und sich zudem allgemein körperlich schlecht fühlt, sind das Alarmsignale, die man abklären lassen muss. Erste Anzeichen für eine ernste Erkrankung zeigen sich auch oft durch starke Schmerzen, Herzrasen, Kreislaufschwäche, Ohnmacht, Schwindel aber auch Luftnot“, konkretisiert Pin.
 
Daher raten Notfall-Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte der DGINA dringend dazu, bei akuten Beschwerden Arztbesuche nicht aufzuschieben. Die Notaufnahmen sind für Notfälle da - auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

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Pressemitteilung 20.4.2020
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