×

Pressemitteilung zur Entscheidung des Plenums des G-BA zur Erstfassung der Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern gemäß § 136c Absatz 4 SGB V

Die DGINA steht für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen, die unabhängig von ihrem Wohn- oder Unfallort flächendeckend gewährleistet sein muss. Aus diesen Gründen begrüßt die DGINA die heutige Entscheidung des G-BA, für die Teilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung Mindestanforderungen festzulegen, die eine solche Versorgungsqualität gewährleisten. Gleichermaßen muss die Erreichbarkeit der Notfallversorgung weiterhin gewährleistet bleiben, so dass Änderungen der Notfallversorgung durch Krankenhäuser zwingend in der Gesamtschau mit ambulanter Versorgung und Rettungsdienst betrachtet und auch aus einer Hand geplant werden muss. Hier besteht noch erheblicher Regelungsbedarf.

Patientinnen und Patienten können häufig Ursachen und Ernsthaftigkeit ihrer Beschwerden nicht einschätzen. Daher sind alle Notaufnahmen Hochrisikobereiche, in denen jederzeit mit der Versorgung kritisch kranker Patienten mit unklaren Krankheitsbildern gerechnet werden muss. Daher ist die Schaffung von zentralen Notaufnahmen (ZNA) als primäre Anlaufstellen mit unmittelbarer Durchführung einer strukturierten und validierten Ersteinschätzung ebenso wie die Vorhaltung einer Computertomographie rund um die Uhr und eine Vorhaltung von adäquat qualifiziertem ärztlichem und pflegerischem Personal eine Grundvoraussetzung zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Insbesondere die Festlegung einer ärztlichen und pflegerischen Leitung für die ZNA, die die Zusatzqualifikation “Klinische Notfall- und Akutmedizin“ bzw. „Notfallpflege“ führen, ist ein erster Schritt in Richtung der dringend notwendigen Professionalisierung der Notfallversorgung, wobei zukünftig nicht nur die Leitungen, sondern die Mehrzahl der dauerhaft in ZNA tätigen Kollegen diese Qualifikationen aufweisen sollten.

Die Vorhaltung von Beobachtungsstationen unter der Leitung der ZNA in Kliniken der erweiterten und umfassenden Notfallversorgung, in denen Patienten bis zu 24h mit Mitteln des Krankenhauses abgeklärt werden können, trägt der sektorübergreifenden Rolle der ZNA Rechnung. Die DGINA fordert in diesem Zusammenhang die Einführung eines Fachabteilungsschlüssels für die Notfallversorgung, um das Leistungsgeschehen besser abbilden zu können, und eine kostendeckende Finanzierung dieser Leistungen.

Notfallversorgung in Notaufnahmen ist interdisziplinär und sektorenübergreifend, und kann erst nach Abschluss der ärztlichen Behandlung in ambulante oder stationäre Notfälle eingeteilt werden. Daher ist dringend eine grundsätzliche Neuordnung der gesamten Notfallversorgung notwendig, zu der der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen einen ersten Aufschlag geliefert hat, der aber leider immer noch an den Sektorengrenzen in der Notfallversorgung festhält.


Autor: Martin Pin
Abteilung: Vorstand
Veröffentlicht: 20.04.2018



Cake\ORM\Entity Object ( [id] => 66 [title] => Pressemitteilung zur Entscheidung des Plenums des G-BA zur Erstfassung der Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern gemäß § 136c Absatz 4 SGB V [excerpt] => Die DGINA steht für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen, die unabhängig von ihrem Wohn- oder Unfallort flächendeckend gewährleistet sein muss. [content] =>

Die DGINA steht für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen, die unabhängig von ihrem Wohn- oder Unfallort flächendeckend gewährleistet sein muss. Aus diesen Gründen begrüßt die DGINA die heutige Entscheidung des G-BA, für die Teilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung Mindestanforderungen festzulegen, die eine solche Versorgungsqualität gewährleisten. Gleichermaßen muss die Erreichbarkeit der Notfallversorgung weiterhin gewährleistet bleiben, so dass Änderungen der Notfallversorgung durch Krankenhäuser zwingend in der Gesamtschau mit ambulanter Versorgung und Rettungsdienst betrachtet und auch aus einer Hand geplant werden muss. Hier besteht noch erheblicher Regelungsbedarf.

Patientinnen und Patienten können häufig Ursachen und Ernsthaftigkeit ihrer Beschwerden nicht einschätzen. Daher sind alle Notaufnahmen Hochrisikobereiche, in denen jederzeit mit der Versorgung kritisch kranker Patienten mit unklaren Krankheitsbildern gerechnet werden muss. Daher ist die Schaffung von zentralen Notaufnahmen (ZNA) als primäre Anlaufstellen mit unmittelbarer Durchführung einer strukturierten und validierten Ersteinschätzung ebenso wie die Vorhaltung einer Computertomographie rund um die Uhr und eine Vorhaltung von adäquat qualifiziertem ärztlichem und pflegerischem Personal eine Grundvoraussetzung zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Insbesondere die Festlegung einer ärztlichen und pflegerischen Leitung für die ZNA, die die Zusatzqualifikation “Klinische Notfall- und Akutmedizin“ bzw. „Notfallpflege“ führen, ist ein erster Schritt in Richtung der dringend notwendigen Professionalisierung der Notfallversorgung, wobei zukünftig nicht nur die Leitungen, sondern die Mehrzahl der dauerhaft in ZNA tätigen Kollegen diese Qualifikationen aufweisen sollten.

Die Vorhaltung von Beobachtungsstationen unter der Leitung der ZNA in Kliniken der erweiterten und umfassenden Notfallversorgung, in denen Patienten bis zu 24h mit Mitteln des Krankenhauses abgeklärt werden können, trägt der sektorübergreifenden Rolle der ZNA Rechnung. Die DGINA fordert in diesem Zusammenhang die Einführung eines Fachabteilungsschlüssels für die Notfallversorgung, um das Leistungsgeschehen besser abbilden zu können, und eine kostendeckende Finanzierung dieser Leistungen.

Notfallversorgung in Notaufnahmen ist interdisziplinär und sektorenübergreifend, und kann erst nach Abschluss der ärztlichen Behandlung in ambulante oder stationäre Notfälle eingeteilt werden. Daher ist dringend eine grundsätzliche Neuordnung der gesamten Notfallversorgung notwendig, zu der der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen einen ersten Aufschlag geliefert hat, der aber leider immer noch an den Sektorengrenzen in der Notfallversorgung festhält.

[attachment_1] => [attachment_2] => [attachment_3] => [attachment_name_1] => [attachment_name_2] => [attachment_name_3] => [img] => [img_dir] => [image_source] => [published] => 1 [department_id] => 2 [user_id] => 0 [author] => Martin Pin [date] => Cake\I18n\Time Object ( [time] => 2018-04-20T04:28:40+00:00 [timezone] => UTC [fixedNowTime] => ) [terms_accepted] => 1 [meta_title] => gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern [meta_description] => Die DGINA begrüßt die Entscheidung des G-BA, für die Teilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung Mindestanforderungen festzulegen, die eine solche Versorgungsqualität gewährleisten. [open_graph_title] => [open_graph_description] => [department] => Cake\ORM\Entity Object ( [id] => 2 [name] => Vorstand [[new]] => [[accessible]] => Array ( [*] => 1 ) [[dirty]] => Array ( ) [[original]] => Array ( ) [[virtual]] => Array ( ) [[errors]] => Array ( ) [[invalid]] => Array ( ) [[repository]] => Departments ) [[new]] => [[accessible]] => Array ( [*] => 1 ) [[dirty]] => Array ( ) [[original]] => Array ( ) [[virtual]] => Array ( ) [[errors]] => Array ( ) [[invalid]] => Array ( ) [[repository]] => News )

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter: