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Welttag der Patientensicherheit: Notfallmediziner warnen vor Risiken durch unzureichende Ersteinschätzung

Die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA e.V.) begrüßt diese internationale Anerkennung der Patientensicherheit als höchstes Gut in der interdisziplinären Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig warnt sie vor unzureichenden Systemen der Ersteinschätzung für medizinische Notfälle.
"Gleichgültig ob die Patienten die Notfallnummern anrufen, sich beim Notdienst der KV vorstellen oder die Notaufnahme aufsuchen: Im Sinne der Patientensicherheit geht es immer in erster Linie darum, die akut lebensbedrohlich Erkrankten schnell und sicher zu identifizieren", sagt DGINA-Präsident Martin Pin.

In der politischen Initiative zur Neuordnung der Notfallversorgung in Deutschland betont die DGINA immer wieder die Wichtigkeit der sicheren professionellen medizinischen Ersteinschätzung der Notfallpatienten und -Patientinnen, die sich hilfesuchend an die Institutionen der Notfallversorgung wenden.

In der derzeitigen politischen Diskussion sieht die DGINA eine Fehlentwicklung: Zu oft wird aus Sicht der Fachgesellschaft von Patienten gesprochen, die mit Bagatellerkrankungen die Notaufnahmen in Deutschland überfüllen würden. Das Augenmerk der Politik liegt aktuell in erster Linie darauf, diesen Patientenstrom umzuleiten und in andere Versorgungsstrukturen zu lenken. Hier warnen die DGINA und die DIVI seit langem vor Sicherheitsrisiken, die sich für Patienten daraus ergeben können, wie zum Beispiel einer zeitlich verzögerten Identifizierung von Schwerkranken oder sogar einer höheren Wahrscheinlichkeit von fehl- eingeschätzten Patienten, durch neu eingeführte, unzureichend oder schlecht evaluierte Systeme. 

Die DGINA fordert für alle Notfall-Patienten eine kompetente und gut erreichbare Notfallversorgung.  Nicht zuletzt geht es hierbei auch um die Qualifikation des Personals und die Ausstattung der Notdienstpraxen, wie dem Positionspapier der DGINA vom 18.7.2019 zu entnehmen ist.

DGINA-Präsident Martin Pin: "Wir müssen alle Patienten ernst nehmen mit ihren Befürchtungen und Beschwerden – und sie schnell und medizinisch adäquat versorgen. Nur durch diese Haltung kann Patientensicherheit in Notfallsituationen durchgehend und konsequent gewährleistet werden."


Autor: Pressestelle
Abteilung: Pressestelle
Veröffentlicht: 17.09.2019



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Die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA e.V.) begrüßt diese internationale Anerkennung der Patientensicherheit als höchstes Gut in der interdisziplinären Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig warnt sie vor unzureichenden Systemen der Ersteinschätzung für medizinische Notfälle.
"Gleichgültig ob die Patienten die Notfallnummern anrufen, sich beim Notdienst der KV vorstellen oder die Notaufnahme aufsuchen: Im Sinne der Patientensicherheit geht es immer in erster Linie darum, die akut lebensbedrohlich Erkrankten schnell und sicher zu identifizieren", sagt DGINA-Präsident Martin Pin.

In der politischen Initiative zur Neuordnung der Notfallversorgung in Deutschland betont die DGINA immer wieder die Wichtigkeit der sicheren professionellen medizinischen Ersteinschätzung der Notfallpatienten und -Patientinnen, die sich hilfesuchend an die Institutionen der Notfallversorgung wenden.

In der derzeitigen politischen Diskussion sieht die DGINA eine Fehlentwicklung: Zu oft wird aus Sicht der Fachgesellschaft von Patienten gesprochen, die mit Bagatellerkrankungen die Notaufnahmen in Deutschland überfüllen würden. Das Augenmerk der Politik liegt aktuell in erster Linie darauf, diesen Patientenstrom umzuleiten und in andere Versorgungsstrukturen zu lenken. Hier warnen die DGINA und die DIVI seit langem vor Sicherheitsrisiken, die sich für Patienten daraus ergeben können, wie zum Beispiel einer zeitlich verzögerten Identifizierung von Schwerkranken oder sogar einer höheren Wahrscheinlichkeit von fehl- eingeschätzten Patienten, durch neu eingeführte, unzureichend oder schlecht evaluierte Systeme. 

Die DGINA fordert für alle Notfall-Patienten eine kompetente und gut erreichbare Notfallversorgung.  Nicht zuletzt geht es hierbei auch um die Qualifikation des Personals und die Ausstattung der Notdienstpraxen, wie dem Positionspapier der DGINA vom 18.7.2019 zu entnehmen ist.

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