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ZUSATZWEITERBILDUNG „KLINISCHE AKUT- UND NOTFALLMEDIZIN“ KOMMT

Die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) begrüßt die Entscheidung des Deutschen Ärztetages, die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ in die Musterweiterbildungsordnung (MWBO) aufzunehmen.

Die DGINA tritt als erste der medizinischen Fachgesellschaften seit vielen Jahren für eine Qualitätsverbesserung und Professionalisierung der klinischen Notfallmedizin ein und hat dies von Beginn an mit der Forderung nach einer speziellen Qualifikation für die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte verbunden. Die jetzt in die MWBO aufgenommene Zusatzbezeichnung ist ein erster und wichtiger Schritt in diese Richtung und ermöglicht Ärztinnen und Ärzten eine weitere berufliche Perspektive. Das Konzept der Zusatzweiterbildung wurde gemeinsam von der DGINA mit der DIVI unter Mitwirkung der Bundesärztekammer erarbeitet. Der Präsident der DGINA Martin Pin führt aus: „Zukünftig können die Notfallpatienten in Deutschland darauf vertrauen, dass sie in den Notaufnahmen auf speziell auf das Aufgabenfeld für Notfallmedizin vorbereitete Ärztinnen und Ärzte treffen. Das ist für die Qualität der Notfallversorgung ein entscheidender Schritt.“ 

 

Nachdem die Landesärztekammer Berlin bereits 2014 eine 3-jährige Zusatzweiterbildung für Klinische Notfall- und Akutmedizin eingeführt hat und auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im April 2018 den Erwerb einer solchen Zusatzweiterbildung in seiner Entschließung zur Stufung der Notfallversorgung an Krankenhäusern verankert hat, fordert die DGINA nun alle Landesärztekammern auf, die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut und Notfallmedizin“ zügig in ihren Ländern einzuführen. Die DGINA steht jederzeit für eine Unterstützung der Ausgestaltung auf Landesebene zur Verfügung.

Der in Berlin etablierte und aus Sicht der DGINA notwendige  80-Stunden – Kurs, der spezielle organisatorische Kenntnisse und Anforderungen der Klinischen Notfallmedizin vermittelt, wurde entgegen der Absprache der Fachgesellschaften DGINA und DIVI nicht mit in die Musterweiterbildung aufgenommen, sollte aber bei der Umsetzung der Weiterbildung in den Landesärztekammern nach dem Vorbild von Berlin als elementarer Bestandteil in die Weiterbildungsordnung aufgenommen werden.


Autor: Martin Pin
Abteilung: Vorstand
Veröffentlicht: 11.05.2018




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