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AG Schockraum

Ziel und Hintergrund

Täglich kommen Patienten im kritisch kranken Zustand in Notaufnahmen zur Aufnahme. Die zugrundeliegenden Ursachen sind dabei vielfältig und sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie herausfordernd. Während das traumatologische Schockraummanagement bereits seit vielem Jahren unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ein fest etablierten Versorgungsbereich in der Rettungskette für mehrfach- oder schwerverletzte Patienten mit klaren Anforderungen an die personelle, apparative und infrastrukturelle Gegebenheiten darstellt, gibt es eine entsprechende Organisationsform für nicht-traumatologisch kritisch kranke Patienten bisher im deutschsprachigen Raum nicht. Kardiovaskuläre, gastroenterologische, infektiologische, neurologische und andere Erkrankungen sind häufig nicht unmittelbar zu erkennen. Hier sind der Versorgung von Traumapatienten äquivalente Anforderungen zu stellen.

Die Arbeitsgruppe (AG) Schockraummanagement der DGINA möchte sich dager mit den strukturellen, organisatorischen und medizinischen Aspekten der Versorgung von kritisch kranken Patienten im Schockraum eingehend beschäftigen. Nach initialen wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema und mehreren Übersichtsartikeln, die eine grundlegendes Herangehen an diese Patienten beschreiben, geht die weitere Entwicklung nun hin zur Gestaltung eines eigenen Kurssystem (z.B. Advanced Critically Ill Life Support) und Empfehlungen zur Ausstattung und Infrastruktur.

Zukünftige Aufgabe der AG Schockraum der DGINA wird es sein, ein zum Traumamanagement vergleichbar akzeptiertes und etabliertes Versorgungskonzepte zu schaffen, um die Versorgung der Vielzahl an kritisch kranken Patienten zu optimieren.

Aktuell bestehen folgende vier Projektgruppen:

  • Projektgruppe 1: „IST-Analyse zum Nicht-traumatologischen (konservativen) Schockraummanagement in deutschsprachigen Kliniken“
  • Projektgruppe 2: „Entwicklung der Strukturvoraussetzungen im Rahmen des nicht-traumatologischen Schockraummanagements“
  • Projektgruppe 3: „Sammlung aller bisher bekannten/etablierten Algorithmen zum nicht-traumatologischen Schockraum“
  • Projektgruppe 4: „Entwicklung eines Advanced Criticall Illness Life Support Kursformates (ACILS-Kurs)“

Literatur

  • Kumle B, Merz S, Mittmann A, Pin A, Brokmann JC, Gröning I, Biermann H, Michael M, Böhm L, Wolters S, Bernhard M.
    Nichttraumatologisches Schockraummanagement. Struktur, Organisation und erste Schritte.
    Notfall Rettungsmed 2019; 22: 402-414
  • Bernhard M, Bax SN, Hartwig T, Yahiaoui-Doktor M, Petros S, Berker S, Ramshorn-Zimmer A, Gries A.
    Airway Management in the Emergency Department (The OcEAN-Study) – a prospective single centre observational cohort study.
    Scand J Trauma Emerg Med 2019; 27:20
  • Kramer A, Urban N, Döll S, Hartwig T, Yahiaoui-Doktor M, Burkhardt R, Petros S, Gries A, Bernhard M.
    Early lactate dynamics in critically ill non-traumatic patients in a resuscitation room of a German emergency department (OBSERvE-Lactate-Study).
    J Emerg Med 2019; 56: 135-144
  • Bernhard M, Döll S, Hartwig T, Ramshorn-Zimmer A, Yahiaoui-Doktor M, Weidhase L, Petros S,Gries A.
    Resuscitation room management of critically ill non-traumatic-patients in a German emergency department (OBSERvE-Study).
    Eur J Emerg Med 2018; 25: e9-e17
  • Bernhard M, Hartwig T, Ramshorn-Zimmer A, Mende L, Wurmb T, Gries A, Helm M Schockraummanagement kritisch kranker Patienten in der Zentralen Notaufnahme.
    Intensiv- und Notfallbehandlung 2014; 39: 93-108
  • Bernhard M, Ramshorn-Zimmer A, Hartwig T, Mende L, Hem M, Pega J, Gries A.
    Schockraummanagement kritisch erkrankter Patienten.
    Anaesthesist 2014; 63: 144-153

 

Leiter der Arbeitsgruppe:

  • PD Dr. Michael Bernhard, MHBA, Zentrale Notaufnahme, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Dr. Mark Michael, Zentrale Notaufnahme, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Prof. Dr. Bernhard Kumle, Zentrale Notaufnahme, Schwarzwald-Baar Klinikum, Villingen Schwenningen

Kontakt:

Sie sind herzlich eingeladen sich an der AG Schockraum zu beteiligen: Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
schockraum@dgina.de

Termine:

Sie möchten uns persönlich kennenlernen? Dann besuchen Sie uns gerne bei unserem nächsten Treffen. Hier geht es zur Veranstaltungsübersicht.