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Ergebnisse der 3. DGINA Blitzumfrage zur Belastungssituation der Notaufnahmen

21. September 2026

Ergebnisse der 3. DGINA Blitzumfrage - Anfang Juni 2026

Die 3. DGINA-Blitzumfrage adressiert die aktuelle Belastungssituation der Zentralen Notaufnahmen in Deutschland. Der Erhebungstag war Dienstag, der 02. Juni 2026. Insgesamt gingen 271 auswertbare Rückmeldungen aus allen 16 Bundesländern ein. Damit liegt erneut ein breites bundesweites Lagebild aus Notaufnahmen aller drei Notfallversorgungsstufen vor und zeigt eine anhaltend hohe Belastung der Notfallversorgung45,0% der teilnehmenden Notaufnahmen berichteten für den betrachteten 24-Stunden-Zeitraum ein Overcrowding der Level 4–660,6% einen Exit Block. 32,1% meldeten der Integrierten Leitstelle eine Kapazitätserschöpfung; unter den Häusern mit entsprechender Meldung wurden 79,1% dennoch weiter mit Notfallpatientinnen und -patienten belegt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Überlastung nicht nur als internes Prozessproblem der ZNA verstanden werden kann, sondern eng mit personellen Ressourcen, stationären Anschlusskapazitäten und regionaler Steuerung verknüpft ist.

Unbesetzte Stellen im ärztlichen Dienst und/oder in der Pflege berichten 63,1%, akute Krankheitsausfälle 65,7%. Besonders hoch ist die Belastung bei den umfassenden Notfallversorgern: Hier berichten 61,9% ein Overcrowding und 77,4% einen Exit Block. Aus Sicht der DGINA unterstreichen die Ergebnisse den Bedarf an stabilen Personalstrukturen und an Maßnahmen zur Vermeidung von Exit Block und Überlastung der Notaufnahmen.

Executive Summary

271 Notaufnahmen aus allen 16 Bundesländern nahmen teil.

Die Stichprobe umfasst 82 Basisnotfallversorger (30,3%), 105 erweiterte Notfallversorger (38,7%) und 84 umfassende Notfallversorger (31,0%).

Die teilnehmenden Häuser berichten zusammen 8.521.888 Notfallpatientenkontakte im Jahr 2025; der Median liegt bei 30.000 Kontakten pro Jahr.

  • 45,0% berichteten in den letzten 24 Stunden ein Overcrowding (Level 4–6); 13,7% ein schwerwiegendes oder gefährliches Overcrowding (Level 5–6).
  • Ein Exit Block wurde bei 60,6% der auswertbaren Angaben berichtet (n=269).
  • Die häufigste Exit-Block-assoziierte Angabe war eine verzögerte Abverlegung auf Normalstation aufgrund von Bettenmangel (60,9%).
  • 32,1% meldeten eine Kapazitätserschöpfung an die Integrierte Leitstelle; trotz Abmeldung wurden 79,1% der abgemeldeten Häuser weiter zugewiesen (n=86).
  • Bei den Notaufnahmen ohne Abmeldung/Kapazitätserschöpfung gaben 29,3% (53/181) eine Nicht-Abmeldeanweisung in der Klinik an.
  • Unbesetzte Stellen im ärztlichen Dienst und/oder in der Pflege berichten 63,1%, akute Krankheitsausfälle 65,7%.
  • Nur 31,8% halten die pflegerische und ebenso 31,8% die ärztliche Personalausstattung für ausreichend (jeweils n=267).
  • 49,4 % berichten, dass die Belastung durch Overcrowding und/oder Exit Block in den letzten 12 Monaten zugenommen hat (n=269).
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Ergebnisse nach Bundesländern:

3.DGINA_Blitzumfrage_Baden-Wurttemberg_06-2026.xlsx.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Bayern_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Berlin_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Bremen_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Hamburg_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Hessen_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Mecklenburg-Vorpommern_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Niedersachsen_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Nordrhein-Westfalen_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Rheinland-Pfalz_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Sachsen-Anhalt_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Sachsen_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Schleswig-Holstein_06-2026.pdf
3.DGINA_Blitzumfrage_Thuringen_06-2026.pdf
3.DGINA Blitzumfrage_ERGEBNISSE_Deutschland_06-2026.pdf


Information

  • Veröffentlicht: 21. September 2026

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