Encourage Browsing – Sepsisleitlinien tatsächlich Evidenz-based?

Beim Durchblättern verschiedener Publikationen zur Sepsis bin ich auf eine aus dem letzten Jahr stammende Arbeit von Marik gestossen.

In einem exzellenten Artikel bespricht er, welche Interessen möglicherweise die Erstellung der Sepsisleitlinien 2004 beeinflußt haben könnten. So wurde der Convent u.a. von Lilly gesponsert und es wurde unterstellt, dass Lilly die Leitlinien als Marketing-Instrument verwendet. Aber seit dem Rückzug von akt. Prot. C vom Markt dürfte dies Schnee von gestern sein und hinterlässt doch einen schalen Beigeschmack.

Aber nun zum eigentlichen Thema: Was ist Evidenz-basiert in der Sepsis-Therapie?Letztendlich die frühe, aggressive Volumengabe, die frühe, empirisch-kalkulierte Antibiotika-Therapie und natürlich auch die – wenn notwendig – Gabe von Noradrenalin. Die Early Goal Directed Therapy wird ziemlich zerlegt, auch im JAMA. Dies kann man aus meiner Sicht so nicht stehen lassen, da die „Resuscitation Bundle der Sepsistherapie“ auch in Multizentrischen Studien erfolgreich sind, z.b. im GENESIS Projekt.

Marik fasst jedoch die wesentlichen Punkte in exzellenter Art und Weise zusammen und dürfte auch einem Newbie die Chance geben, Grundprinzipien der notfall- und intensivmedizinischen Sepsistherapie zu verstehen …. und anzuwenden.

By the Way: Bei Annals of Intensive Care handelt es sich um ein Open Access Journal von Springer …. interessant. Und keine schlechten Artikel! Möglicherweise zukünftige Konkurrenz von den einschlägigen Intensivheften.

 

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Ein Gedanke zu „Encourage Browsing – Sepsisleitlinien tatsächlich Evidenz-based?

  1. Schöner Artikel, vor allem der Kommentar “ It is unlikely that one-size fits all approach will be appropriate for all patients“ gefällt mir…..

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