Interessante Infos zum Thema Myokardinfarkt bei Linksschenkelblock-Patienten

Im hinterlegten Artikel des J Am Coll Cardiology wird ein neuer Algorithmus zum Thema Vorgehen bei Patienten mit Linksschenkelblock und ACS-Klinik propagiert. Hintergrund ist die Tatsache, dass die bisherige Praxis hochfrequent eine Akut-Koro zu initialisieren (was nach meinem persönlichen Empfinden allerdings kaum noch jemand so macht) nicht den erwünschten Benefit bringt, mehr noch: oft gefährlich ist. Wie also kann in Zukunft stattdessen vorgegangen werden? Dies wurde in einem neuen Podcast-Beitrag von EMRAP diskutiert.Hauptargument für ein konservativeres Vorgehen ist, dass ein neuer LSB in der Regel auf einem grossen anterioren oder anterioseptalen Insult basiert. Dieser geht in der Regel mit deutlichen hämodynamischen Kompromittierungen einher. Im Umkehrschluss ist bei Fehlen dieser ein zugrundeliegendes STEMI-Äquivalent unwahrscheinlich.

Eine Akut-Koro sollte also nur bei Vorliegen einer hämodynamischen Instabilität oder einer Konkordanz nach Sgarbossa vorgenommen werden. Anbei der propagierte Algorithmus – interessant…

Weiterhin enthält der Artikel auch interessante Details zu der Zuverlässigkeit der Sgarbossa-Kriterien. Die Take-home Message hier ist wie sich in dem Algorithmus niederschlägt: Concordance matters! Gehen ST-Strecken konkordant in die Hauptrichtung des QRS-Komplexes ist Vorsicht geboten!

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