Schleichwerbung in eigener Sache: Die Beinahe-Synkope

Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihnen häufig Patienten vorgestellt werden, die ausdrücklich betonen, dass Sie zwar das Gefühl einer gleich stattfindenden Bewusstlosigkeit wie bei Synkope hätten, aber dann doch nicht bewusstlos wurden (=Beinahe-Synkope).Ich frage mich dann immer, weshalb dies eigentlich gefragt wird: Also, ist eine komplette Bewusstlosigkeit bei Synkope mit einer schlechteren Prognose assoziiert?

S. Grossmann aus Boston hat vor längerem in einer post-hoc Analyse diese Frage beantwortet: Ergebnis: Eine Beinahe-Synkope hat eine ähnlich schlechte Prognose wie eine Synkope mit kompletten Bewusstseinsverlust. Wenn man sich darüber ausführlichere Gedanken macht, eigentlich auch nicht verwunderlich!

Wir haben uns hier in Nürnberg nun mit dieser Frage intensiver beschäftigt und kommen auf vergleichbare Ergebnisse. In unserer prospektiven Untersuchung wird nochmals klar, wie häufig das Symptom „Synkope“ oder „Beinahe-Synkope“ in einer Notaufnahme in Deutschland als Leitsymptom genannt wird und wie hoch die Rate an unerwünschten Ereignissen einschließlich Tod, Rhythmuserreignis und eben auch von wichtigen Erkrankungen wie Sepsis etc. ist.

Wir fühlten uns sehr geehrt, dass wir es mit dieser Arbeit auf die Titelseite des Dt. Ärzteblattes geschafft haben. Stellt eine große Motivation dar, weiterhin Forschungsfragen in der Notfallmedizin zu stellen und die Ergebnisse zu publizieren!!!

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